«Weißer Riese» in Duisburg ohne Probleme gesprengt

·Lesedauer: 2 Min.

Ein lauter Knall - dann stürzt der 23-stöckige Wohnblock in sich zusammen. Das längst unbewohnte 70er-Jahre-Hochhaus soll einem attraktiven Stadtpark weichen.

Das Hochhaus
Das Hochhaus "Weißer Riese" fällt in sich zusammen. (Bild: dpa)

Duisburg - Mit einem lauten Knall ist am Sonntagmittag in Duisburg ein fast 50 Jahre altes Hochhaus gesprengt worden. Der 63 Meter hohe Wohnblock - im Volksmund "Weißer Riese" genannt - fiel in sich zusammen, es bildete sich eine riesige Staubwolke. Zurück blieben 50.000 Tonnen Schutt.

Die spektakuläre Sprengung wurde im WDR-Fernsehen übertragen. Die Stadt hatte Schaulustige gebeten, zu Hause zu bleiben. Rund um den Sprengort galt eine Evakuierungszone von 200 Metern. 1750 Duisburger hatten ihre Wohnungen verlassen müssen.

Problematisch geltender Stadtteil Hochheide soll aufgewertet werden

Das 23-geschossige Hochhaus aus dem Jahr 1972 hatte einst 320 Wohnungen beherbergt, von denen aber viele schon lange leer standen. Die Stadt will mit der Entfernung von insgesamt drei Hochhäusern den als problematisch geltenden Stadtteil Hochheide aufwerten.

An der Stelle der riesigen Wohnblöcke ist eine Grünanlage geplant. In dem künftigen Stadtpark sollen drei große Areale entstehen - je eines für Sportangebote, für Erholung und für gemeinschaftliche Bürgerprojekte wie zum Beispiel Gärtnern.

Eine dritte Sprengung steht noch aus

Das erste der drei Hochhäuser war in dem Viertel bereits Ende März 2019 gesprengt worden. Die zweite Sprengung war schon eher geplant, hatte sich aber unter anderem wegen einer aufwendigen Asbestsanierung und der Corona-Pandemie verzögert. Die dritte Sprengung steht noch aus.

Je rund 200 Mitarbeiter von städtischen Ämtern sowie von Feuerwehr und Hilfsdiensten waren am Sonntag im Einsatz. Dazu kamen etwa 40 Polizisten. Für die Sprengung waren rund 500 Kilogramm Sprengstoff nötig.

VIDEO: Sechs Schornsteine gesprengt: Kohlekraftwerk in Alabama dem Erdboden gleichgemacht

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.