Das Weiße Haus wirft den Ethik-Beauftragten hinaus, obwohl er bereits zurückgetreten war

Annette Dönisch
White House Weißes Haus

Das Weiße Haus entlässt den Chef der Ethik-Behörde. Walter Shaub war bereits zurückgetreten, doch seinen letzten Arbeitstag wollte die US-Regierung nicht abwarten. Grund sei die anhaltende Kritik Shaubs. In einem Statement, das der „New York Times“ vorliegt, gibt das Weiße Haus bekannt:

„Mr. Schaubs Neigung, Bedenken außerhalb seines Aufgabenbereichs gegenüber den Medien zu äußern, bevor er sie mit dem Weißen Haus teilt — was eigentlich seine Aufgabe ist — ist aussagekräftig“, schrieb die Sprecherin des Weißen Hauses Lindsay Walters und buchstabierte dabei Shaubs Nachnamen falsch. „Tatsächlich ist Mr. Schaub nicht daran interessiert, die Regierung in Ethik-Fragen zu beraten. Er ist daran interessiert, sich selbst darzustellen (...).“

Entlassung folgte auf Kritik

Zuvor hatte Shaub der „New York Times“ ein Interview gegeben. Darin kritisiert er die Regierung in mehreren Punkten.

Zum einen würde US-Präsident Donald Trump sein Amt missbrauchen. Er kritisiert die Wochenendtrips des Präsidenten in seine Golf-Ressorts und weiter, dass er noch keine Steuererklärung offengelegt hat. Dies hätten alle Präsidenten seit 1976 getan. Es sei unglaubwürdig sich im Ausland gegen Korruption einzusetzen, wenn man vor seiner eigenen Haustür nicht gekehrt hätte. Die USA wären nahe dran, eine „Lachnummer“ zu sein, sagte Shaub der „New York Times“ weiter.

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