Weiß Ancelotti nicht wohin mit Alaba?

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Weiß Ancelotti nicht wohin mit Alaba?
Weiß Ancelotti nicht wohin mit Alaba?
Weiß Ancelotti nicht wohin mit Alaba?

David Alaba war mächtig geladen. Der ehemalige Bayern-Star gestikulierte wild mit den Händen und stampfte auf den Boden.

Wenige Augenblicke zuvor war der Linksverteidiger von Real Madrid überlaufen worden, die Hereingabe von Adri Emarba führte zum 1:0 für Espanyol Barcelona. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan von La Liga)

Am Ende hieß es 2:1 für den Aufsteiger und krassen Außenseiter, Trainer Carlo Ancelotti wählte anschließend drastische Worte. Nach dem Debakel gegen Sheriff Tiraspol in der Champions League war es schon die zweite Real-Blamage in Folge.

Beide Male stand Alaba über 90 Minuten auf dem Platz. Etwas überraschend aber auf unterschiedlichen Positionen.

Alaba muss auf seiner alten Position ran

Obwohl der Österreicher zuletzt sechs Mal in Folge als Innenverteidiger aufgelaufen war und Ancelotti öffentlich betont hatte, Alaba innen zu sehen, beorderte er ihn gegen Espanyol wieder auf die linke Seite in der Abwehrkette.

„Ich dachte, dass er dort offensiv helfen könnte und finde, er hat das auch getan und viel Dampf gemacht“, erklärte Ancelotti seine Idee.

Effektiv waren Alabas Vorstöße allerdings kaum. Die Flanken des 29-Jährigen sorgten für keinerlei Gefahr, zudem ließ er in der Schlussphase zwei gute Freistoßmöglichkeiten relativ uninspiriert ungenutzt.

Dazu kamen die defensiven Probleme, insbesondere in der ersten Hälfte. „Er wurde mehr im Angriff als in der Abwehr gesehen“, schrieb die Mundo Deportivo.

Presse: Ex-Bayern-Star hat sich noch nicht durchgesetzt

„Manchmal hatten wir kein gutes Gleichgewicht auf dieser Seite“, gab auch Ancelotti zu, nahm Alaba aber ausdrücklich in Schutz.

„Das war nicht sein Problem. Ich habe Alaba gesagt, dass er Druck machen soll und dann muss ein Mittelfeldspieler seine Position besetzen“. (DATEN: Tabelle von La Liga)

Dennoch, so das Fazit der Marca, Reals Neuzugang, der die Nummer vier von Klub-Legende Sergio Ramos übernommen hat, habe sich „weder im Zentrum, noch auf Außen wirklich durchgesetzt“.

Hier sieht sich Alaba selbst

Wohin also mit Alaba? Der Ex-Münchner hat selbst nie einen Hehl daraus gemacht, dass er lieber im Zentrum des Spiels agiert.

„Man hat das Spiel vor sich, kann es vielleicht noch einmal anders lesen. Man hat viel den Ball und kann das Tempo bestimmen“, sagte er bei seiner Vorstellung in Madrid.

Gut für Alaba: Nach der Länderspielpause werden die beiden etatmäßigen Linksverteidiger Ferland Mendy und Marcelo nach Verletzungen zeitnah im Teamtraining zurückerwartet. Eine Sorge und eine Frage weniger für Ancelotti.

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