Wehrlein zu ungewisser Formel-1-Zukunft: "Noch kein Plan B"

SID
Wehrlein zu ungewisser Formel-1-Zukunft: "Noch kein Plan B"

Sauber-Pilot Pascal Wehrlein will sich noch nicht mit einem möglichen Aus als Stammfahrer in der Formel 1 beschäftigen. "Ich mache nicht Ende August einen Plan B für nächstes Jahr", sagte der 22-Jährige aus Worndorf am Donnerstag im Vorfeld des Großen Preises von Belgien in Spa-Francorchamps (Sonntag, 14 Uhr/RTL und Sky): "Für 2016 habe ich erst im Februar unterschrieben, für diese Saison im Januar."
Er habe sich "noch nicht so viele Gedanken" über Alternativen zur Königsklasse gemacht, sollte für ihn kein Platz mehr sein, führte der Mercedes-Nachwuchsfahrer aus und verwies auf laufende Gespräche: "Wir wissen hoffentlich bald mehr."
Allerdings räumte auch der frühere DTM-Champion ein, dass die Verlängerung des Vertrags von Kimi Räikkönen (Finnland) bei Ferrari durchaus Einfluss auf die Besetzung der Cockpits beim Scuderia-Kundenteam Sauber haben könnte. "Klar besteht die Möglichkeit, dass dadurch nächstes Jahr ein oder zwei Ferrari-Junioren bei Sauber fahren", sagte Wehrlein und fügte an: "Aber noch bin ich hier."
Der Italiener Antonio Giovinazzi hatte Wehrlein wegen dessen Wirbelverletzung bereits bei den ersten beiden Rennen der laufenden Saison ersetzt. Als noch heißerer Kandidat gilt aber der Monegasse Charles Leclerc, Meisterschaftsführender in der Formel 2.
Wehrlein hat in dieser Saison für das Schweizer Team fünf Punkte geholt. Sein Stallkollege Marcus Ericsson ist noch ohne Zähler, allerdings sind Landsleute des Schweden die Mehrheitseigner des Rennstalls.
Derzeit sind erst zehn von 20 Cockpits für das kommende Jahr fix vergeben. Allerdings gelten unter anderem die Verlängerungen von WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel (Heppenheim) bei Ferrari oder von Valtteri Bottas (Finnland) bei Mercedes als äußerst wahrscheinlich.