Seahawks hart bestraft - weil Wilson trotz Verletzung spielt

Russell Wilson wurde 2012 von den Seattle Seahawks gedraftet

Quarterback Russell Wilson ist der absolute Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Seattle Seahawks. Mit ihm steht und fällt das Spiel des Super-Bowl-Champions von 2013.

Einen Ausfall seines Superstars kann sich Coach Pete Carroll praktisch nicht leisten - und setzte sich deswegen im Spiel gegen die Arizona Cardinals am 9. November über die Regularien der NFL hinweg. (DATENCENTER: Spieltag und Ergebnisse)

Damals hätte Wilson wegen Verdachts auf Gehirnerschütterung eigentlich aussetzen müssen, wie es das so genannte "Concussion Protocol" der NFL verlangt. Er hatte einen Hit ans Kinn bekommen, woraufhin ihn der Schiedsrichter zur Untersuchung des Feldes verwies.

Doch bevor die NFL-Ärzte überhaupt die Chance hatten, ihn durchzuchecken, kehrte Wilson wieder ins Spiel zurück. 

Wilson: "Komplett klar im Kopf"

Dafür werden die Seahawks nun zur Kasse gebeten: Die NFL verhängte eine Geldstrafe von 100.000 US Dollar, die das Team aus Seattle auch akzeptierte. Es ist die erste Geldstrafe für ein Team wegen Missachtung des "Concussion Protocols" seitdem die NFL gesteigerten Wert auf die Vorsorge vor Gehirnerschütterungen legt.

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"Wir haben die Regeln nicht bewusst verletzt", lautete das offizielle Statement der Seahawks. "Jeder Fehltritt war unabsichtlich und eine Folge der Verwirrung an der Seitenlinie."

"Ich habe mich komplett klar im Kopf gefühlt, nur mein Kiefer hat etwas abbekommen ", erklärte Wilson selbst. "Ich hatte eigentlich gedacht, dass wir alles richtig gemacht haben."