Wegen Updates: Ricciardo droht Strafversetzung

André Wiegold
Daniel Ricciardo wird beim Grand Prix von Deutschland voraussichtlich von ganz hinten starten müssen – Dennoch rechnet er sich gute Chancen aus

In den vergangenen Rennen kam Daniel Ricciardo um eine Strafversetzung in der Formel 1 herum. In Deutschland könnte es den Australier nun aber treffen. Red Bull erwägt, die neuste Spezifikation des Verbrennungsmotors sowie einen neuen Turbolader und eine neue MGU-H zu verbauen. Da es bereits die jeweils vierte Komponente für Ricciardo wäre, muss er mit einer Versetzung bis ans Ende des Feldes rechnen. Da es in Hockenheim aber möglich sei, zu überholen, rechnet sich Ricciardo dennoch Chancen aus.

 

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"Wir werden wahrscheinlich eine Strafe hinnehmen müssen", so der Red-Bull-Pilot. "Wir wissen noch nicht, ob es dazu kommen wird, aber es ist sehr wahrscheinlich. Am kommenden Wochenende will ich das nicht riskieren." Im Jahr 2016 kam Ricciardo in Deutschland auf dem zweiten Platz ins Ziel. Er sagt, er würde die Strecke sehr mögen, weil die Fahrer hier gut überholen könnten. "Ich bin hier schon Zweiter geworden, vielleicht gewinne ich sogar", so Ricciardo. "Auch wenn ich von hinten starten muss, bleibe ich sehr positiv, weil ich weiß, dass ich hier an den anderen vorbei kommen kann."

Die nächsten zwei Rennen – in Deutschland und Ungarn – seien für den Saisonverlauf sehr wichtig, erklärt der Red-Bull-Fahrer. Ricciardo sagt: "Wir haben nur noch Außenseiterchancen in der Meisterschaft, wenn wir es aber schaffen, gute Resultate einzufahren, spielen wir wieder vorne mit." Eine Niederlage würde hingegen jede Chancen auf den Titel vernichten, weshalb das Team am Hockenheimring alles geben wolle.

Sein Teamkollege Max Verstappen freut sich auch den Grand Prix von Deutschland, bei dem sogar eine eigene Tribüne für die niederländischen Fans eingeteilt worden ist. Er sagt: "Wenn wir in Europa fahren, ist es für die Niederländer etwas Besonderes. Es ist toll, das zu sehen." Die Strecke in Hockenheim würde aber nicht sehr gut zu seinem Auto passen, weshalb er nicht sehr optimistisch ist. "Es ist eine Strecke, auf der Leistung benötigt wird. Es gibt Schikanen, in denen man den Unterschied ausmachen kann. Das neue Layout passt nicht perfekt zu uns und das alte würde es auch nicht tun."

In Deutschland kommen dieselben Reifensätze wie in China zum Einsatz, wo Red Bull siegreich war. Auf die Frage, ob das ein Vorteil sei, antwortet der junge Niederländer: "Ich hoffe schon. Wir werden im Training sehen, wie es mit dem Verschleiß aussieht. Die Temperaturen sind auch etwas anders. Deshalb müssen wir abwarten und schauen was passiert." Da die Leistung der Boliden in Deutschland sehr wichtig sei, hofft Verstappen auf Regen im Qualifying. Er meint: "Es wäre toll, aber wir müssen abwarten, wie sich das Wetter entwickelt."