Wegen Trump-Parodie: Britischer Punk-Sänger wird aus den USA geworfen

Der Punksänger behauptet, eine Trump-Parodie habe zu seiner Ausweisung aus den USA geführt.

Peter Bywaters, Sänger der britischen Punk-Band Peter & The Test Tube Babies, behauptet in einem Interview, dass ihm vergangene Woche die Einreise in die USA verweigert wurde. Der Grund: Bywaters habe sich bei einem Berlin-Konzert 2016 als Trump verkleidet und den Präsidenten verspottet.

Eigentlich wollte Bywaters ins kalifornische Santa Ana, wo er mit seiner Band eine Show spielen sollte. Nach der Landung in San Francisco soll er allerdings von Behörden aufgehalten und rund sechs Stunden lang befragt worden sein. Die Beamten hätten ihn mit Videoaufnahmen der „Jinx ‚Presidential’“-Tour in Deutschland konfrontiert, bei denen sich der Sänger eine blonde Perücke aufsetzte und sich über Trump lustig machte. Zudem zeigten Aufnahmen ihn, wie er im Trump-Outfit einen Joint raucht.

„Ich war genau 30 Sekunden dort, als der Zoll und die Grenzkontrolle ihren Bildschirm zu mir rüber drehten und fragten ‚Sind Sie das?’“, erzählte der Musiker gegenüber „TeamRock.com“.

Bywaters seien Handy und Pass weggenommen worden. Er musste Fingerabdrücke abgeben, sogar ein DNA-Test sei gemacht worden.

Auf dem elf Stunden langen Flug zurück nach London sei ihm zudem Alkohol verweigert worden. Dafür verantwortlich ist die United-Airline-Regel, die es verbietet, Ausgewiesenen alkoholische Getränke auszuschenken. Erst in Großbritannien habe Bywaters Pass und Handy zurückerhalten.

In den USA möchte der Musiker laut eigenen Angaben nie wieder spielen. Dennoch sieht er das Vorkommnis gelassen: „Nun gut, ich erwarte, am Ende des Jahres immer noch der Sänger von Peter & The Test Tube Babies zu sein. Wird Trump am Ende des Sommers immer noch Präsident sein?“