Von wegen Tesla: Ein chinesisches Startup könnte die wahre Bedrohung für Deutschlands Auto-Industrie sein

Stefanie Kemmner
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Denkt man an Elektro-Autos, kommen den meisten von euch wahrscheinlich zuerst Elon Musk und Tesla in den Sinn. Doch das könnte sich bald ändern: Seit etwa zwei Jahren gibt es mit William Li und Nio einen chinesischen Autobauer, der nicht nur dem kalifornischen Autohersteller, sondern auch den großen Automobilkonzernen hier in Deutschland Konkurrenz machen könnte. 

Li, der „Elon Musk des Ostens“ wie ihn die „Süddeutsche Zeitung“ nannte, ist einer der Gründer und größten Geldgeber von Nio. Der Leiter des Unternehmens verdiente bereits Milliarden mit Internetfirmen. Aber auch andere große chinesische Firmen wie der Smartphone-Hersteller Xiaomi stehen als Investoren hinter der Elektro-Startup.

Nio soll nun mit autonomen und elektrischen Fahrzeugen zuerst den chinesischen und dann den Weltmarkt erobern. Dafür zieht Nio dorthin, wo das Know-How zu Hause ist. Zwar wurde die Firma in Shanghai gegründet, sie hat jedoch bereits ein Software-Entwicklungszentrum im Silicon Valley, eine Zentrale für Rennsport in London und ihr Design-Entwicklungszentrum hier in Deutschland, im Münchener Stadtteil Bogenhausen, eingerichtet. Das Unternehmen bestand anfangs aus gerade einmal zwölf Personen — heute arbeiten allein in München mehr als 100 Mitarbeiter aus 26 Ländern.

Als globales Startup müssen wir auch global denken. Wir gehen dort hin, wo die besten Leute sind und eröffnen dort unsere Forschungs- und Entwicklungszentren“, erklärte Li nach Angaben der Tagesschau im Frühjahr auf der Automesse in Shanghai. „Unser Markt wird zuerst China sein, danach expandieren wir weltweit.“

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