Wegen Schwangerschaftsstreifen: Junge Mutter kontert Body-Shamer

Doreen Ching aus Malaysia mit ihren vier Kindern. (Bild: facebook.com/doreen.ching1)

Nach der Geburt von Drillingen ist der Körper einer Malaysierin sichtlich verändert. Auf Facebook postet die Frau ein Bild, das ihre Schwangerschaftsstreifen zeigt – und reagiert fantastisch auf die Kommentare von empathielosen Trollen.

Doreen Ching ist zwar erst 23 Jahre alt, dafür aber schon vierfache Mutter. Neben einer Tochter hat die Frau aus Malaysia bereits drei Söhne – Drillinge – zur Welt gebracht. An ihrem Körper sind die Strapazen der Schwangerschaften nicht spurlos vorüber gegangen.

Auf Facebook ging Ching nun in die Offensive: Sie postete ein Foto, das ihren nackten Bauch zeigt. Darauf sind dutzende Dehnungs- beziehungsweise Schwangerschaftsstreifen zu sehen.

Insbesondere bei Mehrlingsgeburten spannt die Haut um den Bauch so sehr, dass Risse entstehen, die nach der Schwangerschaft nicht wieder verschwinden. Die „Narben“ der Schwangerschaft bleiben Frauen ein ganzes Leben erhalten. Gesundheitsgefährdend sind diese Male zwar nicht, für viele Frauen bedeuten sie jedoch eine ästhetische Einschränkung.

Mit ihrem Posting will Ching Frauen Mut machen. Sie schreibt: „Ich habe viele Anfragen von Müttern wegen Dehnungsstreifen bekommen, ich kann nur eines tun: Euch meinen Bauch zeigen. Er ist nicht schön, ihr werdet Angst bekommen – aber das ist der Preis, den man zahlen muss. Auch wenn man Geld hat, es gibt keinen Weg, die Streifen loszuwerden.“

Die meisten User reagierten auf das Foto mit dem After-Baby-Body ganz mitfühlend, doch einige Leute – vor allem Männer – machten sich über Doreen Chings Aussehen lustig oder äußerten sich beleidigend. „Eklig“, „Gruselig“, schrieben einige Kommentatoren. Ein User meinte sogar: „Warum bekommst du auch bloß so viele Kinder?“

Diese Body-Shaming-Kommentare ließ die vierfache Mutter nicht auf sich sitzen: „Einige Männer haben mir geschrieben, die Dehnungsstreifen seien allein die Schuld der Frauen, weil sie so viele Kinder wollen. Bitte respektiert die Frauen dieser Welt, wie eure Mütter und eure Ehefrauen, die es schaffen, Kinder zu gebären und dennoch arbeiten gehen. Könnt ihr das?“

Mit ihrem mutigen Auftreten in den sozialen Netzwerken sammelt die Asiatin gerade viele Sympathiepunkte. Ihr Beitrag wurde bereits 23.000 Mal kommentiert und mehr als 12.000 Mal geteilt.