Wegen Russells Zukunft: Toto Wolff bestätigt Gespräche mit Williams

Maria Reyer
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Die Zukunft von George Russell liegt vollkommen in den Händen von Williams. Das betont Mercedes-Teamchef Toto Wolff angesprochen auf die neuesten Gerüchte im Fahrerlager. Am Rande des Portugal-Wochenendes wollte sich Williams-Teamchef Simon Roberts nicht festlegen und dementierte auch Gerüchte rund um eine Ablöse durch Sergio Perez nicht.

Russell selbst betonte am Donnerstag zwar, dass er sich "keine Sorgen" über seine Zukunft mache. Er werde mit dem Management des Teams noch in Portugal Gespräche führen. Eigentlich war der Mercedes-Junior bereits im Juli bestätigt worden, er sollte 2021 sein drittes Jahr absolvieren.

Doch aufgrund des Verkaufs der Mannschaft und dem Wechsel im Management ist der Verbleib des Briten nun nicht mehr in Stein gemeißelt. Die neuen Eigentümer, Dorilton Capital, könnten sich nach Alternativen umschauen. Die heißeste Aktie auf dem Markt ist derzeit Sergio Perez.

Der Vorsitzende von Dorilton Capital, Matthew Savage, war am Freitag in Portimao vor Ort. Teamchef Roberts befeuerte mit seinen Aussagen in der Pressekonferenz jedenfalls die Gerüchteküche. Zwar habe sich "nichts geändert" am Line-up, er wollte Russell und auch Nicholas Latifi allerdings für 2021 auch nicht bestätigen.

Könnte Russell tatsächlich Opfer des Fahrerpokers werden und im kommenden Jahr ohne Cockpit mit leeren Händen dastehen? Der Mercedes-Junior, der seit 2017 als Schützling von Toto Wolff gilt, kann sich jedenfalls nicht auf Hilfe des Österreichers verlassen.

Seit 2017 ist Russell Teil der Mercedes-Familie

Seit 2017 ist Russell Teil der Mercedes-Familie<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Seit 2017 ist Russell Teil der Mercedes-FamilieMotorsport Images

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Im Topteam wurde der Brite für den Platz an der Seite von Lewis Hamilton erneut übergangen. Valtteri Bottas wurde um ein weiteres Jahr verlängert, was Russell zum Verbleib bei Williams zwang. Sollte nun Perez einen der beiden Plätze im Traditionsrennstall erhalten, könnte es für ihn auch dort eng werden.

"Am Ende ist es die Entscheidung von Williams. Wir alle kennen Georges Fähigkeiten. Er ist ein Star der Zukunft und bleibt weiterhin ungeschlagen im [Qualifying-]Duell gegen seine Teamkollegen", betont Wolff. "Er ist in der Lage, mit einem Auto, das im Moment nicht konkurrenzfähig ist, dennoch aufzuzeigen."

Auf der anderen Seite gibt es aber auch finanzielle Gesichtspunkte, die Wolff nicht einschätzen könne. Da Teamkollege Latifi dank seines Vaters mit reichlich Mitgift ausgestattet ist, müsste im Falle einer Perez-Verpflichtung wohl eher Russell das Team verlassen.

"Es liegt absolut im Ermessen der neuen Eigentümer und von Simon, um zu entscheiden, was sie in Zukunft wollen." Der Österreicher gibt auch zu, dass Mercedes mit Williams bereits in Kontakt getreten ist, um Russells Chancen auszuloten. "Aber am Ende ist es ihre Entscheidung."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.