Wegen Lizenzproblemen - Bielefeld droht Punktabzug

Sportlich läuft es in Bielefeld nicht schlecht. Die finanzielle Situation macht Probleme

Der finanziell klamme Zweitligist Arminia Bielefeld hat erneut mit Lizenzproblemen zu kämpfen. Laut übereinstimmender Medienberichte muss die Arminia bis zum 15. Januar im Nachlizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga nachbessern, um einem drohenden Punktabzug zu entgehen. 

"Wir stehen in Kontakt mit Vertretern der DFL und sind davon überzeugt, dass wir das Nachlizenzierungsverfahren erfolgreich abschließen", erklärte Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek im Westfalen-Blatt.

"Hätte ich von dem Ausmaß gewusst, wäre ich wohl mit meinem Koffer in München geblieben", sagte Rejek, der erst am 1. Oktober 2017 seinen Dienst bei der Arminia begonnen hat. Zu optimistische Kalkulationen im Sponsorenbereich und im Merchandising sollen den Verein unter Handlungsdruck gesetzt haben.

Sanierungskonzept soll helfen

Schon in den vergangenen Jahren hatte der momentante Tabellenneunte der 2. Liga immer wieder Ärger mit Lizenzproblemen gehabt. Langfristig soll ein von Rejek angestoßenes Sanierungskonzept die Lösung sein.

"Es wurde ein Prozess eingeleitet, um gemeinsam mit unseren Partnern ein Modell zu entwickeln, das Arminia zukunftsfähig aufstellen soll", sagte Rejek: "Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Wir befinden uns weiterhin in Gesprächen und Verhandlungen, die wir öffentlich nicht kommentieren möchten".

Die Verbindlichkeiten der Ostwestfalen sollen bei rund 22 Millionen Euro liegen. Konkrete Zahlen werden bei der Jahreshauptversammlung am 28. Januar erwartet. Vor der Saison hatte die DFL der Arminia nach der Erfüllung einiger Bedingungen die Zweitliga-Lizenz erteilt und somit auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit als nachgewiesen angesehen.