Wegen Hymnenprotest: NFL-Star erhielt Morddrohungen

Delanie Walker von den Tennessee Titans erhielt Morddrohungen gegen sich und seine Familie

Mit derartigen Auswirkungen hätte Quarterback Colin Kaepernick wohl nicht gerechnet, als er im letzten Jahr begann, sich bei der amerikanischen Nationalhymne hinzuknien, um gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA zu demonstrieren.

Delanie Walker, Tight End bei den Tennessee Titans, gab nun in einem Instagram-Post bekannt, dass gegen ihn und seine Familie Morddrohungen eingegangen sind.

"Die rassistischen und gewaltvollen Worte, die an mich und meinen Sohn gerichtet wurden, sind eine weitere Erinnerung daran, dass unser Land gespalten und voller hasserfüllter Rhetorik ist", schrieb Walker.


Grund dafür: Der 33-Jährige hatte öffentlich die Entscheidung seines Teams verteidigt, im Spiel gegen die Seattle Seahawks am Sonntag während der Nationalhymne in der Kabine zu bleiben. 


Anfang der Woche hatte Walker empörten Fans gesagt, sie sollen zukünftig zuhause bleiben, wenn sie sich von den Protesten gegen soziale Ungleichheit und Polizeigewalt nicht respektiert fühlten.

Auch Sängerin Meghan Linsey, die vor dem Spiel die Nationalhymne sang und sich anschließend hinkniete, gab an, diverse Morddrohungen erhalten zu haben. Gleiches gilt für die Social Media-Accounts der Titans. 

Die Polizei in Nashville war auf Anfrage von ESPN nicht bereit, mitzuteilen, ob sie aufgrund der Drohungen Ermittlungen eingeleitet haben oder nicht.