Von wegen Glamour! So schlecht verdienen Formel-1-Mitarbeiter

SPORT1
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Von wegen Glamour! So schlecht verdienen Formel-1-Mitarbeiter
Von wegen Glamour! So schlecht verdienen Formel-1-Mitarbeiter

Es gibt vermutlich nur wenige Sportarten in der Welt, denen ein derartiges Glamour-Image anhaftet wie der Formel 1. (Alles Wichtige zur Formel 1)

Wenn von der Königsklasse die Rede ist, dann denken viele Menschen wohl immer noch an Champagner in Monaco, Grid Girls und Prominente in der Boxengasse. Derart üppig dürfte es also auch in Sachen Gehalt zugehen - oder nicht?

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Bei den Piloten mangelt es jedenfalls gewiss nicht am nötigen Kleingeld. Weltmeister Lewis Hamilton verdiente 2020 nach Forbes-Schätzung knapp 35 Millionen Euro, das Gehalt von Rookies wie Mick Schumacher soll schon über 500.000 liegen.

Teamchefs verdienen gut

Auch die Teamchefs können sich beim Blick auf ihr Konto nicht beklagen. Durchschnittlich sahnen diese zwischen zwei und drei Millionen im Jahr ab - bei einigen Rennställen kann der Betrag sogar noch deutlich höher ausfallen. (Die Fahrer der Formel 1)

Aber was ist mit den anderen Mitarbeiter, ohne die der Formel-1-Zirkus nicht funktionieren würde? Was bekommen Ingenieure, Mechaniker oder Streckenposten für ihre harte Arbeit?

Die Schweizer Zeitung Blick hat die Löhne der einzelnen Positionen veröffentlich und allzu glamourös sind diese mitunter nicht. (Formel 1: GP von Portugal am 2. Mai ab 16 Uhr im Liveticker)

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Kein Geld für Streckenposten

Die Ingenieure schneiden in Sachen Salär noch sehr gut ab. Zwischen 70.000 und 100.000 Euro bekommen sie pro Jahr. Top-Ingenieure können es sogar auf bis zu 450.000 Euro im Jahr bringen.

Dahinter sieht es aber schon nicht mehr allzu rosig aus. Mechaniker, die mit ihrem jeweiligen Team ständig auf Reisen sind, monatelang von ihren Familien getrennt werden und tagtäglich schwere Arbeit verrichten, verdienen nur rund 45.000 Euro.

Ein Betrag, von dem die Streckenposten derweil nur träumen können. Denn deren Job ist in den meisten Fällen nur ehrenamtlich. An einigen Rennstrecken gibt es eine Aufwandsentschädigung von rund 90 Euro, aber nicht überall.

Zudem müssen sie ihre Ausbildung selbst bezahlen. Nicht gerade ein lukratives Geschäft.

Grid Girls bekamen nichts

Natürlich bringt ein Job in der Königsklasse auch einige Vorteile. Man ist als Teil des Renn-Zirkus nahe an der Strecke sowie den Fahrern und sieht die Welt – reich werden viele Mitarbeiter dabei aber nicht. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Ähnlich wie den Streckenposten erging es übrigens auch den inzwischen abgeschafften Grid Girls. Sie bekamen zwar viel Aufmerksamkeit und wurden ständig fotografiert, Geld gab es dafür aber kaum. Zur Verfügung gestellt wurden lediglich Unterkunft und Kleidung, mit Glück gab es eine kleine Entschädigung.

Ganz so glamourös und gut betucht ist die Königsklasse also dann doch nicht - oder zumindest nicht in allen Bereichen.