Wegen ESLM-Streit: deto fühlt sich „in den Arsch getreten“

detos Ausstieg aus der ESL Meisterschaft ist besiegelt

Von Maximilian Eichgrün

In seinem Livestream auf Twitch hat deto die Gründe für seinen Austritt aus der ESL Meisterschaft erklärt.

Verfrühter Saisonstart sorgt für Unmut

Zu den ersten Streitigkeiten zwischen deto und dem Ausrichter der ESL Meisterschaft sei es gekommen, als die Wintersaison startete.

Am 2. Oktober ging die Wintermeisterschaft los. Nur drei Tage nach Release von FIFA 18 fanden die ersten Spiele statt, dem 29-Jährigen war das viel zu früh.


Schon damals hatte er sich in einem Facebook-Post darüber beschwert, dass Spieler, die von ihren Vereinen oder Organisationen viel Geld zur Verfügung gestellt bekommen, viel schneller ein starkes Team zusammenstellen können als andere.

„Ich hätte mit irgendwelchen Non-Rare-Goldspielern spielen müssen und hatte keine Auswechselspieler“, gibt deto an. „Das ist ein No-Go. Das ist einfach komplett Pay-to-Win.“

Deshalb musste er seine „Wildcard“, die Möglichkeit, ein Spiel zu verschieben, gleich am ersten Spieltag ziehen. Im Vergleich zu den Vorsaisons war die Anzahl der Wildcards pro Spieler von zwei auf eine geschrumpft.

Streit um „Match of the Season“

Der zweite Streitpunkt sei dann das Match of the Season in Krefeld gewesen. deto hätte dort gegen Mo Aubameyang antreten sollen und hatte zugesagt.

Doch das Top-Match fiel auf den Zeitraum, in dem die Profis dringend Punkte in der Weekend-League sammeln mussten, um sich für die von EA SPORTS selbst ausgerichteten Turniere zu qualifizieren. Zudem wurde deto zum ESWC eingeladen, der an dem Wochenende stattfand.

„Du verlierst einen Tag bei FUT Champions. Das Geld, was du von der ESL kriegst, reicht nicht für die Zugfahrt bei manchen und reicht nicht für ein Hotel. Deswegen habe ich gedacht, die ESL würde verstehen, dass es ein reiner Freundschaftsdienst ist, das Match anzunehmen“, erklärt deto.


Weiterhin führt er aus, vier Wochen vor dem Termin abgesagt zu haben, woraufhin die ESL ihm mit einer automatischen Niederlage wegen Nichtantritt gedroht hätte. „Da sind bei mir alle Leitungen gezündet.“ Wäre der Saisonstart nicht verfrüht gewesen und hätte er wie gewohnt zwei Wildcards zur Verfügung gehabt, sei das kein Problem gewesen.

deto fühlt sich „in den Arsch getreten“

Die Androhung der automatischen Niederlage war dem dreifachen Weltmeister zu viel. Die Reaktion: Die Verkündung seines Austritts aus der ESL Meisterschaft.


„Da sind noch ganz andere Dinge passiert. Idealz hat mir erzählt, dass jemand in seiner Familie verstorben ist und er sein Match nicht verschieben durfte.“ Auch Dr. Erhano vom VfB Stuttgart und Idealz‘ Schalke 04-Kollege Tim Latka hätten laut deto Probleme mit der ESL gehabt.

Tim Latka hatte schon vor der Saison verkündet, nicht mehr in der ESLM zu spielen. Die offizielle Begründung lautete, dass er sich auf das Training an der Xbox konzentrieren wollte.

deto hat aber noch mehr, worüber er sich ärgert: „Damit die ESL geilen Content hat, stellen wir jedes Mal unseren Stream zur Verfügung. Der Dank dafür ist, dass man dann so in den Arsch getreten wird.“