Wegen Corona nicht angetreten: Neapel reicht Einspruch ein

SID
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Der italienische Pokalsieger SSC Neapel gibt im Kampf um das wegen Corona-Ausfällen als verloren gewertete Ligaspiel bei Fußball-Meister Juventus Turin nicht auf. Neapel kündigte eine erneute Berufung an und zieht nun vor das sogenannte Garantiekollegium des Nationalen Olympischen Komitees von Italien CONI an.

Am Dienstag hatte das Berufungsgericht des nationalen Verbandes FIGC einen Einspruch Neapels abgewiesen. Auch in zweiter Instanz überzeugte Neapels Argumentation mit "höherer Gewalt" nicht.

Der Beschluss des Berufungsgerichts sei unannehmbar, weil Neapel im Einklang mit den lokalen Gesundheitsbehörden beschlossen habe, zum Spiel nicht anzutreten, nachdem zwei seiner Spieler positiv auf COVID-19 getestet worden waren, teilte der Klub in einer Stellungnahme mit.

Die Entscheidung des Berufungsgerichts delegitimiere die Gesundheitsbehörden.

Napoli war Anfang Oktober nach positiven Corona-Tests von zwei Spielern von der örtlichen Gesundheitsbehörde die Reise nach Turin verboten worden und hatte deswegen vergeblich eine Verlegung des Spiels beantragt. Nachdem Juventus zur angesetzten Anstoßzeit spielbereit auf dem Platz erschienen war, wertete die Liga die Begegnung mit Hinweis auf ihre eigenen Vorschriften gegen Neapel.