Großer Volkswagen-Deal mit Mate Rimac? Der „Elon Musk des Balkans“ auf geheimer Mission in Wolfsburg

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Mate Rimac mit Delegation auf dem Flugfeld.
Mate Rimac mit Delegation auf dem Flugfeld.

Der spektakuläre Auftritt liegt ihm. Mate Rimac landet am 10. Mai mit seinem Privatjet, einer Cessna 560XL, und kleiner Delegation auf dem Flughafen Braunschweig. Im blauen Sakko, blütenweißem Hemd und polierten Lederschuhen eilt er zu dem wartenden Konvoi, lässt sich ins benachbarte Wolfsburg fahren.

Der Kroate ist auf geheimer Mission unterwegs und hat mit den Chefs von Volkswagen Wichtiges zu besprechen. Die VWler schätzen Rimac, so wie zahlreiche andere deutsche Autobauer auch. In der Branche heißt es, der Mann sei innovativ und traue sich etwas mit seinen E-Sportautos, die in der Substanz solide Fahrzeuge sein sollen. Rimac gilt weitläufig als "Elon Musk des Balkans".

Rimac (3. von links) mit seinen Managern.
Rimac (3. von links) mit seinen Managern.

VW-Chef Diess und seine Führungsmannschaft wollen dem Kroaten die Luxusmarke Bugatti verkaufen. In Wolfsburg findet man, dass die Ultra-teuren Sauger schon länger nicht mehr so richtig zu dem Konzern passen. Sie seien ein Relikt aus vergangener Piech-Zeit, dem ehemaligen Patriarchen des Konzerns. Die Verhandlungen zwischen Rimac und Volkswagen sollen in der Sache bereits weit fortgeschritten sein.

Die Delegation eilt zum Konvoi.
Die Delegation eilt zum Konvoi.

Was dem Deal allerdings noch im Weg stehen soll, ist das fehlende grüne Licht des Betriebsrates im Bugatti-Werk im Elsass. In Wolfsburg hat sich Mate Rimac kürzlich mit Bodo Philipp getroffen, dem Produkt-Chef von Bugatti. Die Männer wollten anscheinend Details der Übernahme besprechen. Der Betriebsrat in Wolfsburg hat nach Informationen von Business Insider bereits sein Ja zur Übernahme abgegeben.

Die Cessna 560XL.
Die Cessna 560XL.

Wolfsburg stellt für den Verkauf von Bugatti allerdings eine Bedingung: VW-Tochter Porsche soll im Gegenzug bei Rimac seine Anteile auf über 40 Prozent erhöhen. Rimac würde dadurch enger an die Wolfsburger angebunden – und der Einfluss von VW auf die Kroaten ausgeweitet.

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