Wegen Aussagen zu Mesut Özil: Erdal Keser attackiert Oliver Bierhoff

Bierhoff hat die Krise der DFB-Elf mit seinen Aussagen zu Özil verschärft, Grindel legt nach, Mustafa Özil seinem Sohn einen Rücktritt nahe.

Der ehemalige türkische Nationalspieler Erdal Keser (57) hat den deutschen Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff für dessen Aussagen in Richtung von Weltmeister Mesut Özil gescholten. "Ich finde das erbärmlich", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi bei Sport1 , "man kann einen Spieler im Nachhinein nicht dem Volk so zum Fraß vorwerfen. Das hört sich schlimm an. Aber was Bierhoff getan hat, war einfach unter der Gürtellinie. Seit Jahren propagiert der DFB Integration, aber das passt so gar nicht zum Thema."

Er vermisse von beiden Seiten eine Erklärung, "dass man hundertprozentig zueinander steht. Alle sollen sich erklären. Das wird doch sonst auch bei jeder Gelegenheit gemacht. Warum jetzt nicht?", so Keser.

Nach WM-Aus: Keser wittert "Panik" bei DFB-Offiziellen

Bierhoff hatte am Donnerstag im Welt -Interview gesagt : "Wir haben Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft bislang noch nie zu etwas gezwungen, sondern immer versucht, sie für eine Sache zu überzeugen. Das ist uns bei Mesut nicht gelungen. Und insofern hätte man überlegen müssen, ob man sportlich auf ihn verzichtet."

Keser in seiner Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB): "Einige beim DFB merken gerade, dass sie öffentlich anders wahrgenommen und beurteilt werden als in den letzten Jahren. Es wirkt schon ein wenig so, als wäre da Panik im Spiel. Da bleibt die Sachlichkeit dann offenbar auf der Strecke."