Wegen Aubameyang: Watzke ärgert sich über Milan

Pierre-Emerick Aubameyang wird in der kommenden Saison für den BVB spielen

Hans-Joachim Watzke hat jeglichen weiteren Spekulationen um Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang einen Riegel vorgeschoben.

"Im Fußball sagt man zwar immer, man muss sich ein Hintertürchen offenhalten, aber es ist unser ganz klares Ziel, dass Aubameyang in dieser Saison bei uns spielt", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund nach der Rückkehr des DFB-Pokalsiegers von seiner Asienreise bei einem Zwischenstopp in München.

Watzke: Keine Probleme mit Aubameyang


"Es gibt keine atmosphärischen Störungen. Sicherlich hat er damit geliebäugelt, noch mal etwas anderes zu machen. Und natürlich wäre bei der einen oder anderen Sache auch deutlich mehr Geld für ihn herausgesprungen. Aber er fühlt sich total wohl in der Mannschaft und im Verein, und wir fühlen uns mit ihm wohl. Da gibt es keine Probleme", sagte Watzke.

Zeitfenster war überschritten

Der 58-Jährige begründete noch einmal, warum der BVB diese Woche unter das Kapitel Aubameyang einen Schlussstrich gezogen hat.

"Wir waren in ständigem Austausch mit seinen Beratern und ihm. Es wurde die ganze Zeit offen kommuniziert zwischen uns. Insofern war die Situation klar. Wir hatten einen Termin vereinbart, der schon um einige Tage überschritten war. Für ihn war das Transferfenster acht Wochen offen. Irgendwann braucht aber auch der BVB einmal Planungssicherheit", so der Klubchef, der kategorisch ausschloss, dass sich am Status quo in diesem Sommer noch etwas ändert.

Um Aubameyang hatten angeblich vor allem der englische Meister FC Chelsea und der italienische Renommierklub AC Mailand gebuhlt. Zudem stand auch ein Wechsel nach China zur Debatte.

Das Vorgehen von Milan war laut Watzke ein Auslöser für das Machtwort im Fall Aubameyang. "Es kann nicht sein, dass sich irgendwelche Sportdirektoren von anderen Vereinen in die Öffentlichkeit stellen und sagen 'Ja den würden wir auch gerne holen'. So ist es beim AC Milan passiert und das ist ein respektloses Verhalten", sagte Watzke: "Deswegen war es jetzt an der Zeit, ein Zeichen zu setzen."

Keine weiteren Neuzugänge geplant

Nachdem die Zukunft von Aubameyang geklärt ist, schließt Watzke weitere Zugänge bei der Borussia in diesem Sommer aus. Stattdessen wolle man den Kader noch um den ein oder anderen Spieler verkleinern, dessen sportliche Perspektive unter dem neuen Dortmunder Trainer Peter Bosz nicht so gut ist.

"Fakt ist, dass er Kader etwas zu groß ist, aber jeder Spieler hat einen Vertrag. Wenn jemand jetzt sieht, dass er woanders mehr Spielanteile kriegen würde, dann werden wir eine Lösung finden", erklärte Watzke.

Als Saisonziel für die Spielzeit 2017/18 nannte der BVB-Boss die direkte Qualifikation für die Champions League, aber auch der Titel sei kein Tabu. "Natürlich wollen wir auch gerne Meister werden, aber wir wissen, dass davor noch eine ganz hohe Hürde steht, der FC Bayern."