Weg mit den Haaren: Wie du die lästigen Stoppel am besten loswirst

Es gibt viele Methoden, nervige Härchen zu entfernen. Wir stellen sie vor. (Bild: Getty Images)

Sommerzeit, Bikinizeit, Stoppelzeit? Muss nicht sein. Wer die lästigen Härchen an den Beinen, unter den Achseln und an der Bikinizone loswerden will, hat einige Möglichkeiten. Vom Sugaring bis zur Nadelepilation stellen wir alle Optionen vor.

Die einfachste, günstigste und schnellste Variante, die eigene Körperbehaarung den Abfluss hinunterzujagen, ist natürlich die Rasur. Die Klinge schneidet alles Störende ab und zumindest für eine gewisse Zeit ist die Haut glatt. Allerdings wachsen die Haare sehr schnell nach und wer empfindliche Haut hat, ärgert sich vielleicht über Pickelchen und Irritationen. Je nachdem, wie viel Geduld, Geld und Schmerzempfinden du hast, eignen sich verschiedene andere Methoden, um länger Ruhe zu haben.

Sugaring

Sugaring gilt im Vergleich zum Waxing als weniger schmerzhaft.

Schon seit Jahrhunderten sorgt Sugaring für glatte Haut. Diese Methode stammt aus den traditionellen Dampfbädern im Orient und gilt als sanft und wenig schmerzhaft.

Anwendung

Die Haut sollte gereinigt und fettfrei und die Haare ein paar Millimeter lang sein. Los geht es mit einer walnussgroßen Portion Zuckerpaste, die erst einmal handwarm geknetet und dann gegen die Wuchsrichtung auf die Haut aufgetragen wird. Danach ruckartig in Wuchsrichtung abziehen. Die Portion kann so lange Haare ausreißen, bis sie zu weich wird, dann nimmt man sich ein neues Stück.

Vorteile

Sugaring tut weniger weh als beispielsweise Waxing, weil die Haare mit der Wuchsrichtung gezogen werden. Aus dem gleichen Grund gibt es hinterher weniger eingewachsene Haare. Die Hauptzutaten für die Zuckerpaste sind Zucker, Zitrone und Wasser. Wer sie selbst macht, kann sich sicher sein, nur natürliche Stoffe an den Körper zu lassen.

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Nachteile

Sugaring kostet Zeit. Die Zuckerpaste erwischt die Haare nicht immer komplett, sodass du manche Stellen mehrfach bearbeiten musst. Für die Beine solltest du Zuhause etwa eine Stunde einplanen. Im Kosmetikstudio geht es etwas schneller.

Waxing

Die Schmerzen sind der größte Nachteil beim Waxing. (Bild: Getty Images(

Ein Klassiker in den Kosmetikstudios, für den du allerdings etwas tapfer sein musst. Dafür wirst du auch hierbei mit einer langanhaltend glatten Haut belohnt. Auch für die Anwendung Zuhause gibt es in den Drogerien einige Produkte.

Anwendung

Zunächst wird die Haut gereinigt, danach wird das warme Wachs aufgetragen. Wenn das Wachs abgekühlt ist, heißt es Zähne zusammenbeißen, denn dann wird es gegen die Haarwuchsrichtung abgezogen und reißt die Haare mit aus.

Vorteil

Auch beim Waxing bleibt die Haut lange glatt, da die Haare komplett mit Haarwurzel entfernt werden. Die nachwachsenden Haare sind weich und nicht so hart wie Stoppel nach einer Rasur.

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Nachteile

Die Schmerzen! Die Wurzeln gegen die Wuchsrichtung herauszureißen oder herausreißen zu lassen, macht keinen Spaß, zumindest den meisten Menschen nicht. Erfahrene Kosmetiker/innen können die Prozedur etwas weniger schmerzintensiv umsetzen und wer sich regelmäßig waxen lässt, hat meist auch mit der Zeit weniger Schmerzen. Denn die Haare wachsen dünner nach.

Haarentfernungscreme

Die Haarentfernungscreme löst die Haare bis unter die Haut auf, lässt aber die Wurzeln stehen. (Bild: Getty Images)

Wer die Haare mit einer speziellen Creme entfernt, hat länger Ruhe als nach einer Rasur und weniger Schmerzen, als wenn die Haarwurzel komplett entfernt wird. Die Creme löst die Haare bis unter die Haut auf, lässt aber die Wurzeln stehen.

Anwendung

Die Creme trägst du einfach auf die Haare auf und lässt sie einige Minuten einwirken. Vielen Produkten liegt ein Spatel bei, mit dem du die Creme und die Haarreste entfernen kannst. Danach noch einmal abspülen, fertig.

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Vorteile

Die Anwendung ist ziemlich einfach, die Produkte in der Drogerie für wenige Euros zu habe und das Ergebnis hält bis zu einer Woche.

Nachteile

Manche Haarentfernungscremes hinterlassen einen unangenehmen Geruch auf der Haut. Denn damit sich die Haare auflösen können, sind chemische Prozesse nötig. Daher kann es auch zu Hautreizungen kommen.

Epilieren

Da die Haare beim Epilieren komplett ausgezupft werden, wachsen sie nur langsam wieder nach. (Bild: Getty Images)

Wie beim Waxing und Sugaring hat auch beim Epilieren die Haarwurzel keine Chance mehr und wird mit Hilfe von Pinzetten entfernt. Es gibt Trockenepilierer und Nassepilierer, die unter der Dusche funktionieren.

Anwendung

Die Haare brauchen eine Länge von einigen Millimetern. Bei einem Trockenepilierer empfiehlt es sich, vorher ein Bad zu nehmen, damit die Poren geöffnet sind und sich die Haare leichter herausziehen lassen. Den Nassepilierer kannst du unter der Dusche verwenden. In beiden Fällen setzt du das Gerät im 90-Grad-Winkel an die Haut und lässt die kleinen Pinzetten ihre Arbeit tun.

Vorteile

Da die Haare komplett ausgezupft werden, wachsen sie nur langsam wieder nach und die Haut bleibt für einige Wochen glatt. Es gibt zahlreiche Geräte für Zuhause, sodass die Anwendung im eigenen Badezimmer sehr unkompliziert ist.

Nachteile

Es ziept, wenn die kleinen Pinzetten die Haare entfernen. Doch auch hier gilt: je öfter man es macht, desto weniger schmerzhaft wird es.

Lasern

Die Laser-Methode funktioniert besser bei dunklen Haaren. (Bild: Getty Images)

Wer dauerhaft nichts mehr mit Körperbehaarung zu tun haben will, kann sich lasern lassen. Dabei werden die Haarwurzeln mit einem Laserstrahl behandelt und an der weiteren Haarproduktion gehindert.

Anwendung

Ein Laserstrahl wird auf das Haar gerichtet und die Energie in die Haarwurzel weitergeleitet. Durch die Hitze wird die Haarwurzel verödet. Das funktioniert über den Farbstoff Melanin in den Haaren. Daher funktioniert die Methode besser bei dunklen Haaren, Menschen mit sehr hellen Haaren haben wenig Erfolgsaussichten beim Lasern.

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Vorteile

Die Chancen sind recht hoch, dass nach regelmäßigen Behandlungen kaum noch Haare wachsen. So kannst du dich über dauerhaft glatte Haut freuen und musst dich nicht mehr mit der Haarentfernung beschäftigen.

Nachteile

Lasern ist sehr zeitintensiv und teuer. Sechs Sitzungen im Abstand von vier Wochen sind keine Seltenheit. Dass danach keine Haare mehr wachsen, ist aber nicht garantiert. Es kann durchaus passieren, dass einzelne Haarwurzeln wieder Haare produzieren und die Prozedur stellenweise wiederholt werden muss. Außerdem solltest du unbedingt ein seriöses Studio aufsuchen.

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Nadelepilation

Es klingt wie eine Foltermethode: Jede einzelne Haarwurzel erhält einen elektrischen Schlag durch eine feine Nadel. Da wächst dann zwar nichts mehr, aber aus nachvollziehbaren Gründen hat sich diese Methode nicht so recht durchgesetzt.

Anwendung

Bei dieser Methode muss entlang jedes einzelnen Haarschaftes eine sterile Nadel aus dünnstem Chirurgenstahl eingebracht und bis zur Wurzel vorgeschoben werden. Bei der Nadelepilation wird das Follikel dann mit einem Stromimpuls durch Elektrolyse und Thermolyse zerstört. Die Dauer des Stromimpulses wird so gewählt, dass nur die Haarwurzel, nicht aber die umliegende Haut geschädigt wird.

Vorteile

Die Nadelepilation ist eine sehr effektive Art, die Haare loszuwerden. In der Regel wachsen aus den verödeten Haarwurzeln keine Stoppel nach.

Nachteile

Die Methode ist sehr schmerzhaft und es können im Nachhinein Rötungen und Entzündungen auftreten. Auch sind die Kosten ziemlich hoch.

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