Toyota mit Bestzeit in Schanghai

Toyota ist am Freitag in Schanghai das Maß der Dinge


Nachdem Kommunikationsprobleme im ersten Freien Training bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Schanghai noch einer Verschiebung geführt hatten, ging das zweite Freie Training pünktlich über die Bühne. Unter Smog-Bedingungen sicherte sich Toyota auch die zweite Bestzeit des Tages: 1:44.741 Minuten von Kamui Kobayashi bescherten dem TS050 Hybrid #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) die zweite Bestzeit des Tages.

Toyota hinterließ erstmals seit Saisonbeginn, als noch mit unterschiedlichen Aeropaketen gefahren wurde, an einem Freitag einen leicht stärkeren Eindruck als Porsche. Die Marke von Kobayashi ist jedoch wie schon Conways Zeit im ersten Training langsamer als die entsprechende Zeit im Vorjahr. Damals war Porsche noch einmal eineinhalb Zehntelsekunden schneller. Dennoch gelang es Toyota, beide Porsche 919 Hybrid hinter sich zu lassen.

Wermutstropfen dabei: Wie schon im ersten Training war der in der Meisterschaft besser platzierte Toyota #8 langsamer als das Schwesterfahrzeug #7. Kazuki Nakajima fuhr mit der #8 (Davidson/Buemi/Nakajima) die zweitbeste Zeit mit einem Rückstand von 0,390 Sekunden.

Und Porsche? Hier fing man sich mindestens eine halbe Sekunde Rückstand ein: Die Weltmeister in spe im Porsche #2 (Bernhard/Bamber/Hartley) kamen mit 0,528 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit auf Rang drei, Schwesterfahrzeug #1 (Jani/Lotterer/Tandy) landete auf Position vier mit 0,875 Sekunden Rückstand. Im Longrun allerdings präsentierten sich Köln und Weissach auf ähnlichem Niveau.

LMP2-Titelkandidaten dicht beisammen

In der LMP2 deutet alles auf einen spannenden Kampf der Meisterschaftsaspiranten hin. Die Tabellenführer im DC-Oreca #38 (Tung/Jarvis/Laurent) und die Herausforderer im Rebellion-Oreca #31 (Canal/Prost/Senna) lagen nur sechs Hundertstelsekunden auseinander. Allerdings waren das nur die Plätze zwei und drei - ein Fahrzeug war noch schneller. Wie in der ersten Sitzung ging die Bestzeit an den Rebellion-Oreca #13 (Beche/Heinemeier Hansson/Piquet) in 1:50.556 Minuten. Wieder war Mathias Beche der schnellste Mann.

Ferrari stellte derweil unmissverständlich klar, dass die Sekunde Rückstand im ersten Training in der GTE Pro einem anderen Programm geschuldet war. Am Nachmittag schlug der AF-Corse-Ferrari #51 (Calado/Pier Guidi) zu: 2:01.913 Minuten, eine halbe Sekunde schneller als die Freitagsbestzeit von 2016. Mit einem Respektabstand von 0,626 Sekunden folgt der Porsche #91 (Lietz/Makowiecki) auf der zweiten Position vor den beiden Ford GTs.

Die GTE-Am-Bestzeit ging diesmal an Porsche: Proton kam mit dem betagten 2015er-RSR #77 (Ried/Cairoli/Dienst)auf eine Zeit von 2:03.353 Minuten. Das Team ließ damit sogar drei GTE-Pro-Fahrzeuge hinter sich. Am Samstag geht es mit einem weiteren Freien Training um 3 Uhr MEZ weiter, bevor um 7 Uhr das Qualifying auf dem Programm steht. Das entspricht 10 und 14 Uhr Ortszeit.

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