WEC Bahrain: "Super-Sub" Jörg Bergmeister springt schon wieder ein

Mario Fritzsche
·Lesedauer: 2 Min.

Jörg Bergmeister ist endgültig der "Super-Sub", also der begehrteste Ersatzpilot, im Coronajahr 2020 in der Langstrecken-Szene. Denn beim Saisonfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), den 8 Stunden von Bahrain am 14. November, hilft Bergmeister zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen kurzerhand bei einem Porsche-Kundenteam aus.

In Bahrain fährt Bergmeister den Project-1-Porsche mit der Startnummer 56 zusammen mit Egidio Perfetti und Larry ten Voorde, weil Stammfahrer Matteo Cairoli terminlich verhindert ist. Der Italiener geht am selben Wochenende beim Saisonfinale der GT-World-Challenge Europe Endurance, den 1.000 Kilometern von Le Castellet, an den Start.

Zuvor war "Super-Sub" Bergmeister zunächst Ende September beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife zusammen mit Timo Bernhard im KCMG-Porsche eingesprungen, weil in Person von Richard Lietz, Patrick Pilet und Romain Dumas gleich drei der ursprünglich gesetzten Fahrer nicht zur Verfügung standen. Sie gehörten zu denjenigen, die nach positiv ausgefallenen Coronatests im Porsche-Lager aus Sicherheitsgründen nicht in die Eifel reisten.

Ende Oktober dann kam Bergmeister beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps als kurzfristiger Ersatz für Bernhard im Frikadelli-Porsche zum Einsatz. Grund: Die Auswertung von Bernhards routinemäßigem Coronatest hatte sich länger hingezogen als geplant.

Der Project-1-Porsche mit der #56 ist Bergmeisters Meisterauto von 2018/19

Der Project-1-Porsche mit der #56 ist Bergmeisters Meisterauto von 2018/19<span class="copyright">FIA WEC</span>
Der Project-1-Porsche mit der #56 ist Bergmeisters Meisterauto von 2018/19FIA WEC

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Nun also springt Bergmeister auch bei seinem einstigen Erfolgsarbeitgeber als Ersatz ein. Für Project 1 nämlich hat der Deutsche in der WEC-Saison 2018/19 zusammen mit Perfetti und Patrick Lindsey den Titel in der GTE-Am-Klasse gewonnen.

Abgesehen von Bergmeister gibt es für das Finale der WEC-Saison 2019/20 aber noch weitere Fahrer, die im GTE-Am-Feld kurzfristig für andere Fahrer einspringen. Dempsey-Proton Racing setzt Dennis Olsen anstelle von Matt Campbell in den Porsche mit der Startnummer 77, weil Campbell direkt am selben Tag (14. November) die 12 Stunden von Sebring, das Finalrennen der IMSA-Saison 2020, bestreitet.

Auch im zweiten Dempsey-Proton-Porsche (Startnummer 88) gibt es einen Fahrerwechsel. Marco Holzer springt für Thomas Preining ein, weil der Österreicher genau wie Project-1-Pilot Cairoli die 1.000 Kilometer von Le Castellet fährt. Und im Gulf-Porsche (Startnummer 86) fährt Alessio Picariello anstelle von Andrew Watson.

Komplette Meldeliste für die 8h Bahrain noch ohne die drei neuesten Fahrerwechsel

Mit Bildmaterial von Porsche Motorsport.