WEC 2018/19: Toyota will an Fahrern festhalten

Toyota wird in der WEC-"Supersaison" an allen sechs Fahrern festhalten


Die sechs Werksfahrer von Toyota müssen sich keine Sorgen um die Zukunft machen: Rob Leupen bestätigt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass alles sechs Piloten für die WEC-"Supersaison" 2018/19 gehalten werden. Wer letztlich im Cockpit sitzen wird, ist aber noch immer nicht ganz klar, da es für Fernando Alonso eine mögliche Option ist, vier der fünf WEC-Läufe während des Jahres 2018 zu bestreiten.

Für Anthony Davidson, Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima, Mike Conway, Kamui Kobayashi und insbesondere Jose-Maria Lopez sind das gute Nachrichten. "Wir halten an denselben sechs Fahrern für die kommende Saison fest", sagt der Geschäftsführer der Toyota Motorsport GmbH (TMG). "Wir haben langfristige Verträge und werden diese einhalten."

Eine Garantie für ein Cockpit gibt aufgrund von Fernando Alonsos LMP1-Ambitionen nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass Toyota wie noch 2017 ein drittes Auto an den Start bringen wird. Je nach Anzahl der Rennen, die Alonso für Toyota fahren wird, müssten in diesem Fall Fahrer kurzfristig kürzer treten.

Lopez mit sich im Reinen

Gegenstand von Spekulationen war in der Vergangenheit unter anderem Jose-Maria Lopez. Der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister hatte ein sehr holpriges Einstandsjahr bei Toyota Gazoo Racing. Fahrfehler in Silverstone und Schanghai brachten die Toyota-Mannschaft #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) um viele WM-Punkte. 2014 wurde Nicolas Lapierre bereits für ähnliche Fehler vor die Tür gesetzt. Leupen deckt Lopez jedoch den Rücken: "Es ist sein erstes Jahr, auch Mike und Kamui haben in ihrer ersten Saison Fehler gemacht. Es war Teil des Lernprozesses. Nächstes Jahr muss er liefern."

Der Argentinier ist mit seiner ersten WEC-Saison im Reinen. "Ich bin nicht gekommen, um nur ein Jahr zu bleiben", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Das war ein Lehrjahr für mich. Ich habe ein paar Fehler gemacht, aber wenn man diese beiden Wochenenden rausrechnet, ist es ein ganz gutes Jahr für ich gewesen. Meine Rennpace war sehr gut, das ist äußerst positiv. Es gibt noch Dinge, die ich lernen kann und lernen werde, wie etwa den Umgang mit Verkehr. Aber ich bin mit meiner Saison und meiner Entscheidung, in dieser Kategorie anzutreten, zufrieden."

Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft, die mittlerweile zugunsten einer globalen TCR-Serie eingestampft worden ist, vermisst er nicht: "Ich hatte meine Zeit in der WTCC und hätte dort für immer bleiben und weiter WM-Titel holen können. Aber das hier war ein neuer Beginn für mich. Mit dieser Entscheidung habe ich meine Komfort-Zone verlassen und komplett bei null begonnen. Das Auto ist sehr viel schneller."

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