WDH: Polnisches Gesetz für Kreditkunden kostet Commerzbank hunderte Millionen

(Im ersten Absatz, vierter Satz wird ein Tippfehler behoben: Bank rpt Bank.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein neues Gesetz für Kreditkunden in Polen kommt die Commerzbank <DE000CBK1001> und ihre dortige Tochter mBank teuer zu stehen. Weil private Kreditnehmer in Polen ihre monatlichen Ratenzahlungen für Hypothekenkredite bis Ende 2023 jetzt bis zu achtmal aussetzen können, sei mit einer Belastung von 210 bis 290 Millionen Euro zu rechnen, teilte die im MDax <DE0008467416> gelistete Commerzbank am Freitag in Frankfurt mit. Dies werde das operative Ergebnis des Instituts im dritten Quartal entsprechend belasten. Die Bank prüft den Angaben zufolge nun rechtliche Schritte gegen die staatliche Regelung. Commerzbank-Finanzchefin Bettina Orlopp erwartet aber für 2022 weiterhin einen Konzerngewinn von mehr als einer Milliarde Euro.

Diese Prognose steht der Managerin zufolge aber unter dem Vorbehalt, dass sich die Konjunktur nicht deutlich verschlechtert - etwa wegen weiterer Engpässe in der Gasversorgung. Sie hänge auch davon ab, dass der Konzern seine Vorsorge für das Schweizer-Franken-Portfolio der mBank nicht wesentlich erhöhen müsse. Der Streit um den Umgang mit älteren Krediten in Schweizer Franken bei der mBank läuft bereits seit Jahren. Die Commerzbank hat dafür bereits eine Belastung von 900 Millionen Euro verbucht.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.