WDH: Kreml fordert Zurückhaltung in Nordkorea-Krise

dpa-AFX

(Die Zuordnung der Aussage zum H-Bomben-Test im 2. Absatz wurde berichtigt)

MOSKAU (dpa-AFX) - Angesichts neuer Drohungen zwischen Nordkorea und den USA hat Russland zur Zurückhaltung aufgerufen. "In Moskau herrscht große Sorge wegen der eskalierenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. Russland sei weiterhin überzeugt, dass es keine Alternative zu einer Verhandlungslösung gebe, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hatte zuvor US-Präsident Donald Trump einen "dementen Greis" genannt, sein Außenminister drohte gar mit dem Test einer Wasserstoffbombe über dem Pazifik. Kim reagierte damit auf Trump, der Nordkorea die "vollständige Vernichtung" angedroht und US-Sanktionen verschärft hatte.

Russland lehnt wie die anderen Vetomächte im Sicherheitsrat die atomare Bewaffnung des isolierten kommunistischen Nachbarlandes ab. Es kritisiert aber auch die militärischen Drohgebärden der USA in der Region.