WDH/Devisen: Eurokurs pendelt um 1,16 US-Dollar - Britisches Pfund unter Druck

dpa-AFX

(Im 4. Absatz, 2. Satz wurde korrigiert: Entwicklungsministerin.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch um 1,16 US-Dollar geschwankt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1602 Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1590 (Dienstag: 1,1562) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8628 (0,8649) Euro.

Konjunkturdaten standen zur Wochenmitte nur wenige an. Produktionszahlen aus der spanischen Industrie überraschten am Vormittag leicht positiv. Die Anleger behielten aber im Tagesverlauf eher den Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China im Auge.

Das Verhältnis der beiden größten Volkswirtschaften der Welt ist durch den hohen Außenhandelsüberschuss Chinas sowie durch die Nordkorea-Krise belastet. Zu beiden Themen hatte sich Trump zuletzt jedoch etwas zurückhaltender geäußert. Am Mittwoch wurden im Zuge des Trump-Besuchs eine Reihe von Wirtschaftsabkommen mit einem Umfang von neun Milliarden Dollar unterzeichnet. Am Donnerstag sollen weitere folgen.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es unterdessen beim britischen Pfund, das sowohl im Verhältnis zum Dollar als auch zum Euro gut ein halbes Prozent an Wert verlor. Als Grund nannten Händler Medienberichte, wonach Premierministerin Theresa May nach dem Verteidigungsminister Michael Fallon auch ihre Entwicklungsministerin Priti Patel feuern könnte. Während Fallon sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, könnten laut den Berichten für Patel nicht autorisierte Treffen mit Vertretern Israels während eines Urlaubs zum Verhängnis werden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88405 (0,88038) britische Pfund, 131,54 (132,03) japanische Yen und 1,1581 (1,1557) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1284,00 (1275,60) Dollar gefixt.