WDH/Aktien New York Ausblick: Erholung vom tiefroten Freitag bleibt zunächst aus

(Redigierfehler im ersten Satz behoben.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem deutlichen Kursrutsch vor dem Wochenende ist am Montag an den US-Börsen vorerst keine Erholung abzusehen. Zeitweise sah es nach einer positiven Eröffnung aus, doch wenige Stunden vor dem Auftakt drehten die Indikationen wieder in die Verlustzone. Die Grundstimmung der Anleger sei weiter von Vorsicht geprägt, bevor am Mittwoch der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed auf der Agenda steht.

Während der Broker IG den Dow Jones Industrial <US2605661048> eine Stunde vor Börsenstart mit 32 962 Punkten fast auf Freitagsniveau taxierte, verlor der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026>-Index <US6311011026> 0,43 Prozent auf 12 799 Punkte. Der Dow, der am Freitag um 2,8 Prozent gefallen war, bewegt sich derzeit auf einem Tief seit Mitte März. Der Nasdaq-Index war am Freitag sogar um 4,5 Prozent auf sein niedrigstes Niveau seit mehr als einem Jahr abgesackt wegen enttäuschender Quartalsberichte von Amazon <US0231351067> und Apple <US0378331005>.

Wenn die Fed am Mittwoch ihre geldpolitischen Beschlüsse bekannt geben wird, gehen Anleger derzeit von einer Erhöhung des Leitzinses um 50 Basispunkte aus. "Doch darüber hinaus warten die Investoren auf neue Erkenntnisse über die zusätzlich anstehenden Schritte zur Bekämpfung der Inflation", blicken die Metzler-Experten über die konkreten Beschlüsse hinaus.

Konjunkturell bleiben die Corona-Lockdowns in China und der anhaltende Ukraine-Krieg international bedeutende Sorgenpunkte für die Anleger. Auch deshalb dürften frische Konjunkturdaten aus den USA besonders kritisch beäugt werden. Nach dem Börsenstart wird dort der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht, ein vielbeachteter Frühindikator. Ergänzend dürften auch Zahlen zu den Bauinvestitionen im Blick stehen.

Die Aktien der beiden Tech-Giganten Amazon <US0231351067> und Apple <US0378331005> kommen vorbörslich nicht zu Ruhe. Vor allem die Amazon-Titel knüpften mit einem Abschlag von 1,7 Prozent an ihren Kurseinbruch um 14 Prozent vom Freitag an. Bei Apple belief sich das vorbörsliche Minus nach dem Freitagsverlust von 3,7 Prozent auf 0,8 Prozent. Bei dem iPhone-Hersteller wurde bekannt, dass die EU-Kommission ihm im Umgang mit der Bezahllösung Apple Pay einen Verstoß gegen Wettbewerbsvorschriften vorwirft.

Unter den Dow-Werten zählte Chevron <US1667641005> vorbörslich mit 0,9 Prozent zu den Verlierern, während die Titel des Wettbewerbers ExxonMobil <US30231G1022> 1,3 Prozent einbüßten. Die Bewegungen wurden einmal mehr im Zusammenhang mit dem Ölpreis gesehen, der am Montag anfängliche Verluste deutlich ausweitete. Innerhalb der EU gibt es nach Darstellung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck noch keine Einigung über ein Embargo gegen russisches Öl.

Ein besonders deutlicher Verlierer waren vorbörslich die Moody's-Aktien mit einem Kursrutsch um 6,8 Prozent. Der Finanzrating-Anbieter verfehlte im ersten Quartal mit seinem Gewinn die Erwartungen und kürzte den Jahresausblick. Besser sah es für die Anleger von Activision Blizzard aus, mit einem Anstieg um 1,6 Prozent. Hier wurde darauf verwiesen, dass Investoren-Legende Warren Buffett mittlerweile 10 Prozent an dem Computerspiele-Konzern hält.

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