WDH/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax kommt nicht mehr vom Fleck

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Euphorie am deutschen Aktienmarkt hat am Dienstag merklich nachgelassen. Auch das Rekordhoch des Dow Jones Index <US2605661048> vom Vorabend konnte Anleger hierzulande nicht mehr zu Käufen animieren. Der Dax <DE0008469008> lag am Vormittag mit 0,1 Prozent moderat im Minus bei 13 127 Punkten. Damit setzte sich die Hängepartie des Index der vergangenen Tage zwischen 13 000 und knapp 13 300 Punkten fort.

Möglicherweise seien die Marktteilnehmer angesichts der positiven Nachrichten rund um Corona-Impfstoffe zuletzt zu sorglos geworden, sagte Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Experten zufolge dürfte es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis größere Erfolge im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 zu verzeichnen sind. Auch hätten die Impfstoffe die Zulassungshürde ja noch nicht übersprungen.

Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Werte verlor 0,29 Prozent auf 28 649 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> lag mit 0,17 Prozent im Minus bei 3460 Punkten.

Am Dienstag rücken nun neben den Neuigkeiten zum Kampf gegen das Coronavirus neue Wirtschaftsdaten aus den USA ins Blickfeld. Daten aus dem Einzelhandel und der Industrie könnten neue Anhaltspunkte liefern, wie sehr die Pandemie den privaten Konsum und die Wirtschaft belastet.

Bei Einzeltiteln ist die Lage ruhig. Die zuletzt stark gestiegenen Papiere aus der Luftfahrtbranche gaben einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Die Aktien von Lufthansa <DE0008232125>, Fraport <DE0005773303>, Airbus <NL0000235190> und MTU Aero Engines <DE000A0D9PT0> verloren zwischen ein und zwei Prozent.

Aktien von Zooplus <DE0005111702> stiegen um vier Prozent an die Spitze des SDax <DE0009653386> der kleineren Börsentitel. Analysten lobten die Profitabilität und hohe Barmittel des Tierbedarfshändlers in den Monaten Januar bis September.

Die gebeutelten Aktien von Wirecard <DE0007472060> zogen um 13 Prozent an auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober. Der insolvente Zahlungsabwickler verkauft das Kerngeschäft an die spanische Bank Santander <ES0113900J37>. Finanzielle Details wurden nicht genannt.