Nach Watzke-Vorwürfen: Bayern-Boss Rummenigge verteidigt den FC Barcelona

Tim Vrastil
90Min

​​Nachdem sich Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Sonntag erneut zur Personalie Ousmane Dembele geäußert und dabei auch dessen Wunschverein FC Barcelona zumindest indirekt eine Mitschuld am derzeitigen Verhalten des Dortmunder Offensiv-Juwels unterstellt hatte, äußert sich nun auch der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München Karl-Heinz Rummenigge zur Rolle der Katalanen im Theater um den derzeit suspendierten und wechselwilligen jungen Franzosen. 

Foto: Getty Images

Im Zuge der vorwurfsvollen Aussagen des Dortmunder Geschäftsführer in der neuen Fußball-Talkshow "Wontorra" auf Sky in Richtung des spanischen Spitzenklubs, bezog nun auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge Stellung zur Rolle der Katalanen. "Ich glaube nicht, dass Barcelona Dembele zum Streit aufgefordert hat", so der 61-Jährige gegenüber Sport1.

FBL-GER-SUPERCUP-DORTMUND-BAYERN-MUNICH

Glaubt an eine Barca-Mitschuld am Verhalten von Ousmane Dembele: Hans-Joachim Watzke - Foto: Getty Images


Der BVB-Boss hatte sich am Sonntagvormittag sehr kritisch über den spanischen Vizemeister geäußert und die Blaugrana indirekt sogar als möglichen Auslöser für den Streik Dembeles bezeichnet. " Am Mittwoch haben wir uns mit Vertretern von Barcelona getroffen. Die Vorstellungen waren weit auseinander. Dann kommt er ganz zufällig am Donnerstag nicht zum Training. Die zeitliche Abfolge ist schon auffällig", stellte Watzke fest. Rummenigge hingegen äußerte sich zurückhaltend und sah die Schuld eher beim Noch-Dortmunder Dembele: "Vielleicht will der Spieler nur unbedingt wechseln und hat sich das selbst ausgedacht. Ich würde  Barcelona  nicht zu frühzeitig verurteilen."

Der 20-jährige französische Nationalspieler war in der vergangenen Woche ohne Ankündigung und Abmeldung dem Mannschaftstraining der Schwarz-Gelben ferngeblieben und wurde daraufhin suspendiert. Der Rechtsaußen ist noch bis zum Ende des Monats und der Transferperiode am 31. August vom Trainings- und Spielbetrieb des BVB ausgeschlossen und befindet sich aktuell in seiner Heimat in Frankreich. Die Dortmunder stehen nach eigenen Angaben über seinen Berater mit dem Leistungsträger aus der abgelaufenen Saison in Kontakt. Bei der Borussia steht Dembele, für den Dortmund dem Vernehmen nach weit über 100 Millionen Euro Ablöse verlangen soll, derzeit noch bis Sommer 2021 unter Vertrag.