Watzke kritisiert Geisterspiele

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Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die erneuten Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga kritisiert. „Mir geht es nicht darum, jetzt die Stadien vollzumachen, das wäre ein völlig falsches Signal.

Watzke kritisiert Geisterspiele
Watzke kritisiert Geisterspiele

Aber ich halte zehn Prozent der Stadionkapazität für angemessen. Meinetwegen sogar zehn Prozent ausschließlich Geboosterte“, sagte Watzke im Spiegel-Interview.

In Dortmund könne man „8000 Zuschauer mit unserer Infrastruktur so verteilen, dass sie physisch so gut wie nichts miteinander zu tun haben“, so Watzke.

„Das wird einem ganzen Wirtschaftszweig den Garaus machen“

„Mit den 8000 Zuschauern bei uns wäre die Infektionsgefahr denkbar gering, und das weiß ja ehrlich gesagt auch jeder. Aber der Fußball muss für Symbolpolitik herhalten. Erklären Sie mir, warum Musicalhallen zweimal pro Tag mit 750 Menschen und einer Auslastung von 45 Prozent besetzt werden und in den großen Freiluftstadien keine Zuschauer zugelassen sind. Da fühlt man sich schon ein wenig im Stich gelassen.“ 

Der Fußball würde solche Geisterspiele nicht mehr lange durchhalten. „Das wird einem ganzen Wirtschaftszweig den Garaus machen“, sagte der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga (DFL): „Jedes Spiel ohne Zuschauer kostet uns vier Millionen Euro. Das ist wirtschaftlich kaum noch zu verkraften. Zudem wird die Verbindung zwischen dem Klub und seinen Fans ein gutes Stück weit zerstört. Ein Teil der Zuschauer wird nicht zurückkommen. Das führt dazu, dass wir noch größere Probleme bekommen werden in fünf oder zehn Jahren.“

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