Rekordumsatz für Borussia Dortmund - USA-Reise angekündigt

SID
Rekordumsatz für Borussia Dortmund - USA-Reise angekündigt

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat einen Rekordumsatz erzielt. Zwischen dem 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 setzte die Borussia Dortmund GmbH und Co. KGaA 405,7 Millionen Euro um, 29,4 Millionen mehr als im bisherigen Rekordjahr 2015/16. Das gab der DFB-Pokalsieger auf der Aktionärsversammlung am Montag bekannt. Der BVB ist damit weiter national die Nummer zwei hinter Umsatz-Krösus Bayern München (gut 640 Millionen Euro).
Der Transfer über knapp 150 Millionen Euro von Stürmertalent Ousmane Dembele zum spanischen Vizemeister FC Barcelona ist dabei noch nicht berücksichtigt. Das Konzernergebnis nach Steuern betrug 8,2 Millionen Euro. Der Gewinn belief sich auf rund sieben Millionen Euro. Das Vorjahr hatte Dortmund mit einem Überschuss von 28,3 Millionen abgeschlossen.
"Um unsere wirtschaftliche Situation braucht sich niemand Gedanken zu machen", hatte Geschäftsführer Joachim Watzke bereits bei der Mitgliederversammlung tags zuvor gesagt und aufgelistet: "Finanzschulden null, Bankguthaben knapp 50 Millionen, seit 2011 ein Nettogewinn von zusammen 139 Millionen Euro."
Größte Umsatztreiber waren die TV-Erlöse von 125,8 Millionen Euro (Vorjahr 82,6 Euro), die sich maßgeblich aus den Erträgen der Champions-League-Teilnahme mit 51 Millionen Euro errechneten.
Als Dividende schlug der Aufsichtsrat vor, sechs Cent pro Aktie zu zahlen. Der Aktienkurs liege aktuell bei knapp über sechs Euro. Sobald es sportlich wieder besser liefe, werde es wieder in eine andere Richtung gehen, sagte Watzke: "Dieser Verein ist ganz konservativ gerechnet eine Milliarde Euro wert." Am Montagmittag hatte der Klub einen Börsenwert von rund 564 Millionen Euro, der Kurs war nach Bekanntgabe der Zahlen leicht gestiegen.
Der BVB-Chef verkündete außerdem, eine PR-Reise in die USA im kommenden Sommer unternehmen zu wollen. 2019 werde der BVB wieder nach Asien gehen. Außerdem soll das Scouting gepusht werden. "Das ist der Bereich, damit die nächsten Dembeles und Pulisics wieder zum BVB kommen. Uns erwartet eine große Herausforderung", so Watzke.