Wasserspringer Hausding nach 5,5 Stunden im WM-Finale vom 3-m-Brett

SID
Wasserspringer Hausding nach 5,5 Stunden im WM-Finale vom 3-m-Brett

Nach knapp fünfeinhalb Stunden hatte es Wasserspringer Patrick Hausding endlich geschafft: Der Olympiadritte qualifizierte sich im Mammut-Wettkampf vom 3-m-Brett als Halbfinal-Fünfter (471,70 Punkte) für das WM-Finale am Donnerstag in Budapest. "Ich bin vollkommen zufrieden, im Finale will ich eine Top-6-Platzierung", sagte der Berliner.
Nachdem sich der Vorkampf am Mittwochmorgen mit 56 Startern fast vier Stunden in die Länge gezogen hatte, dauerte das Halbfinale nochmal 90 Minuten. Das Einspringen begann für Hausding um 7.20 Uhr, den letzten Sprung setzte der Berliner um 16.54 Uhr ins Becken der Duna Aréna. Die langen Wartezeiten zwischen seinen Sprüngen vertrieb sich der Rekordeuropameister an seinem Handy, auf einer Isomatte und mit Musikhören.
Für ihn gehe es zunächst darum, "zu überleben", hatte der Berliner im Vorfeld gesagt: "Es gibt immer einige Favoriten, die bei so etwas straucheln." So scheiterte im Vorkampf der Italiener Giovanni Tocci, der Hausding vom 1-m-Brett noch die Bronzemedaille streitig gemacht hatte. Auch der durch einen gebrochenen Zeh gehandicapte Leipziger Stephan Feck schied früh aus.
Für Vielstarter Hausding, der bereits WM-Bronze im letzten gemeinsamen Finale mit Turm-Synchronpartner Sascha Klein gewonnen hatte, ist es bereits der fünfte Wettbewerb der Titelkämpfe in Budapest. "Dass er das so durchzieht, ist krass", sagte Klein: "Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste."