Wasserspringen: Patrick Hausding, der Mann aus der Umkleide

Zwei olympische, vier WM- und fast 30 EM-Medaillen: Patrick Hausding zählt zu den konstantesten und besten Wasserspringern der Welt

Berlin/Budapest.  Ganz ohne Wasser geht es eben nicht bei Patrick Hausding . Schon gar nicht im Urlaub, den er in Kroatien verbringen will. Donnerstag fliegt er los an die Adria. Nur eines hat er sich dafür fest vorgenommen: "Ich spring da nicht rein. Ich werde nur drin rumliegen und mich entspannen."

Kein anderer sprang so häufig wie er bei der WM

Er hat es sich verdient. Große Sprünge waren von ihm in den letzten Tagen genug zu sehen. Schon am Sonnabend schaute Hausding allerdings nur zu, wie Tina Punzel und Lou Massenberg bei der Weltmeisterschaft in Budapest synchron vom Brett sprangen und Vierte wurden. Was war da los, warum der junge Massenberg und nicht er? Hausding erkennt die Ironie und lacht: "Ich bin zu schwach." Das ist er sogar wirklich, rein körperlich. Fünf Wettkämpfe an sieben Tagen, 57 Sprünge hat er in den Knochen, in der lädierten Schulter, im fast ständig schmerzenden Knie. Es gibt keinen anderen Wasserspringer bei dieser WM, der sich das antat.

Ein italienischer Journalist behauptete im Scherz, Hausding habe gar kein Hotelzimmer gebucht – er schlafe in der Umkleidekabine. So präsent war der Berliner. Bundestrainer Lutz Buschkow nennt ihn respektvoll "das Kampfschwein". Dazu ist der 28-Jährige außergewöhnlich erfolgreich. Fünfter synchron vom Dreier mit Stephan Feck, Vierter im Teamwettbewerb mit Maria Kurjo und solo vom Einer, Bronze mit seinem langjährigen Turmpartner Sascha Klein, der danach seine Karriere beendete. Und dann, als Krönung: Silber vom Drei-Meter-Brett, in der tei...

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