Wasser: Wie man in diesen Megatrend der Zukunft investieren kann

 

Megatrends (Yahoo)

In unserer Serie “Wie man in Megatrends investieren kann” stellen wir regelmäßig zukunftsträchtige Bereiche vor, mit denen Geld zu verdienen ist.

Folge 3: Wasser

Wasserhahn auf und los. Für viele ist das ein alltäglicher, beinahe trivialer Vorgang um an den Quell unseres Lebens – das Wasser – heran zu kommen.

Nichtsdestoweniger verbirgt sich hinter dem Wasser auch ein Megatrend, den viele Investoren bereits heute mit Argusaugen beobachten.

In diesem Sinne kreist unser heutiger dritter Megatrend um das Thema Wasser. Mit im Gepäck sind selbstverständlich wieder vielseitige und vielversprechende Ansätze, um von diesem kontinuierlich größer werdenden Markt von Morgen profitieren zu können.

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Notwendigkeit, Knappheit und steigende Nachfrage als treibende Kräfte

Die beflügelnden Kräfte hinter dem Megatrend Wasser sind zum einen die überlebenswichtige Notwendigkeit der Ressource Wasser, sowie die drohende Knappheit in so mancher (urbanen) Region unseres Planeten, sowie ein immer größer werdender Bedarf nach der lebensspendenden Flüssigkeit.

Die Notwendigkeit ist hierbei schnell in einer kurzen Frage skizziert: Wenn man sich beispielsweise zwischen Wasser, Geld, Elektrizität und Öl unter Verzicht auf die jeweils anderen „flüssigen Mittel“ entscheiden müsste, würde wohl kaum jemand auf die Idee kommen, nicht Wasser zu wählen. Zumindest nicht, wenn man vor hat, noch ein wenig länger auf diesem Planeten zu verweilen.

Wasser (AP)

Dennoch gibt es bereits heute erste ernstzunehmende Anzeichen dafür, dass Wasser nicht überall in Hülle und Fülle vorhanden ist. Allein in den letzten Monaten vermeldeten so beispielsweise Regionen in Italien, Spanien und Südafrika, dass das Wasser knapp geworden ist. Durchaus ein Trend, der sich nach Ansicht der Vereinten Nationen sowie des World Ressource Institute verschlimmern könnte. Bis zum Jahre 2040 könnten nämlich bis zu 33 Staaten, verteilt auf allen Kontinenten unseres Planeten zumindest temporär von Wassermangel betroffen sein.

Da zudem auch die Weltbevölkerung immer weiter wächst und sich die Nachfrage nach Wasser bis zum Jahre 2050 verdoppeln könnte, müssen innovative Wege her, um diesem gesellschaftlichen Problem begegnen zu können. Und findige Investoren können an dieser Lösungsfindung durchaus mit verdienen.

Der Blick auf einige Einzelakteure

Hierbei existieren grundsätzlich viele Wege, wie Investoren vom Megatrend Wasser mitprofitieren können. Den Fokus legen wir im Folgenden auf drei interessante Bereiche, nämlich den Wasserverkauf, die Wasseraufbereitung, sowie die Förderung von Wasser.

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Nestlé

Eine Möglichkeit, in aussichtsreiche Wasserakteure zu investieren, besteht in den großen Anbietern von Trinkwassern selbst. Sofern der Wasserpreis aufgrund der steigenden Nachfrage anzieht, wird wahrscheinlich auch das abgefüllte Trinkwasser als Endprodukt teurer werden.

Der Lebensmittelgigant Nestlé könnte in diesem Kontext eine ziemlich defensive Wette sein. Nestlé verkauft nämlich schon heute in seiner Wassersparte Nestlé Waters für 7 Milliarden Euro pro Jahr Wasser – eine solide Marktposition ist in diesem Bereich daher heute schon vorhanden.

Nichtsdestoweniger sollten sich Investoren auch bewusst sein, dass gerade Nestlés Wassersegment aufgrund des Vorwurfs der Ausbeutung von minderentwickelten Ländern häufiger in der Kritik steht. Die dort erworbenen Wasserrechte, so gängige Kritiker, gingen stark zu Lasten der heimischen und zum Teil wasserunterversorgten Bevölkerung.

Nestlé

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Veolia Environnement

Eine dritte, interessante Investitonschance innerhalb des Megatrends Wasser könnte in der Entwässerung von Salzwasser liegen. Da Meerwasser auf unserem Planeten in Hülle und Fülle vorhanden ist, dürfte hier ein vielversprechendes Potenzial lauern, das Millionen von Menschen den Zugang zu Trinkwasser ermöglichen könnte.

Veolia Environnement ist hierbei ein durchaus aussichtsreiches Unternehmen. Durch auf Verdampfung beruhende, thermische Entsalzung sowie ein Verfahren basierend auf Umkehrosmose entsalzt Veolia Environnement schon heute Tonnen von Salzwasser. Insgesamt werden gegenwärtig über 100 Millionen Personen mit entsalztem Meerwasser von Veolia Environnement versorgt, wodurch (auch mithilfe des Abwassersegments) ein 2016er Umsatz von 24,39 Milliarden Euro erzielt werden konnte. Es scheint daher wohl nicht vermessen, dieses Unternehmen als führenden Anbieter im Entsalzungssegment in Erwägung zu ziehen.

Veolia Environnement

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Die breite ETF-Lösung

Falls man allerdings lieber breit vom Megatrend Wasser profitieren möchte, empfiehlt sich auch hier die ETF-Lösung.

Der iShares Global Water ETF investiert so beispielsweise in die 50 größten Unternehmen der Welt, die hauptsächlich im Wassermarkt involviert sind. Investoren partizipieren daher grundsätzlich sehr breit und vielseitig von all den Möglichkeiten, die im Megatrend Wasser gegeben sind.

Für diese defensive Möglichkeit zahlen Investoren allerdings eine jährliche Gebühr in Höhe von 0,65 % p. a. an Verwaltungsgebühren. Dafür erhält man aber einen grundsoliden, defensiven und aussichtsreichen Mix in einer immer bedeutender werdenden Branche.

ishares Global Water ETF

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Disclosure: Der Autor Vincent Uhr besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.