Wasser für 18 Dollar: Geschäfte wuchern wegen Hurrikan "Irma"

Wasser für 18 Dollar: Geschäfte wuchern wegen Hurrikan "Irma"

Hurrikan "Irma" bedroht nach seinem Auftreffen auf die Karibik auch die Küste Floridas. Dort decken sich besorgte Menschen bereits mit Hamsterkäufen ein. Gewinner der nahenden Katastrophe sind Geschäftsinhaber. Sie setzen mittlerweile unverschämt hohe Preise für Grundnahrungsmittel an. Dies rief sogar nun die Staatsanwaltschaft auf den Plan.

Es wäre wohl keine Krise, wenn nicht mindestens eine Partei Profit schlagen würde. Verschiedene Unternehmen und Supermärkte in Flordia drehen im Angesicht von Hurrikan "Irma" kräftig an der Preisschraube. Vor dem Hintergrund der ersten Todesopfer, die der Tropensturm forderte, und der Evakuierungsaufforderung, ein besonders geschmackloses Unterfangen.

Beispielsweise verlangten Händler 18 Dollar für einen Kanister Wasser, der Benzinpreis stieg in der Krisenregion um etwa das Doppelte zum Normalpreis. Auch Fluglinien versuchen aus dem Hurrikan Kapital zu schlagen. Die Kosten für Inlandsflüge belaufen sich derzeit stellenweise auf bis zu 1.000 Dollar. Die Airline JetBlue lenkte nun ein und bietet seit Kurzem Flüge für 99 Dollar an. Online-Riese Amazon gerät ebenfalls in die Kritik. So vertreibt der Versandhandel über eine dritte Partei einen 24-Pack halbe Liter Flaschen Wasser für 25 Dollar.

Nun hat sich wegen des Wuchers sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Miami-Dade Staatsanwältin Katherine Fernandez Rundle berichtete in den Medien von "hunderten" Beschwerden, die ihre Behörde nun nachgehe.

Indes versuchen verzweifelte Bewohner Floridas an Wasser, Medikamente, Nahrungsmittel und Baustoffe zu kommen. Die sind nämlich nicht nur exorbitant teuer, sondern mittlerweile auch rar. Dem "Miami Herald" erzählte Anwohner Garfield Jones: "Ich habe jetzt Holz, aber nur wenig Benzin. Ich fahre deswegen ohne Klimaanlage." Eine Mutter gab an, sie hätte mit ihren dreijährigen, weinenden Sohn drei Stunden auf Wasser warten müssen.