In Washington: Kellner will nicht, dass sich Schwule einen Nachtisch teilen

Ron Gage (li.) und Henry McKinnon. (Bild: Facebook)

Es würde “nicht richtig aussehen” antwortete ein Kellner in einem gehobenen Restaurant einem schwulen Paar auf die Bitte, ihren Nachtisch doch bitte mit zwei Löffeln zu bringen. In den sozialen Netzwerken kommt das so mittelgut an.

Henry McKinnon und Ron Gage wollten in einem schnieken Restaurant in Washington D.C. einen schönen Abend miteinander verbringen. Sie hatten sich schick gemacht, das Essen im Prime Rib war lecker – doch dann kam das Dessert. Sie hätten gerne einen Eisbecher mit zwei Löffeln, sagten die beiden dem Kellner. Eine Order, die ihn offensichtlich an seine Grenzen brachte.

Ein Nachtisch für zwei Schwule? Geht nicht!
Laut “Washington Post” teilte der Kellner den Männern mit, er würde das Eis auf zwei Schüsseln aufteilen. Wörtlich soll er gesagt haben: “Es würde nicht richtig aussehen, wenn zwei Gentlemen aus demselben Becher essen. Das passt nicht zum Ambiente unseres Restaurants.” Die beiden Männer waren so verblüfft, dass sie auf die Unverschämtheit zunächst gar nichts erwiderten. Auf Nachfrage der Zeitung teilte der Geschäftsführer des Restaurants später mit, er habe noch nicht mit dem betreffenden Kellner sprechen können. Er halte es aber für möglich, dass der Bulgare, der vier Sprachen spreche, sich über den genauen Wortlaut nicht ganz im Klaren gewesen sei.

Schwammige Erklärung, die keiner glaubt
Richtig glaubwürdig klingt das nicht. Und auch bei Twitter kam die Reaktion des Kellners schlecht an. “Man könnte meinen, Hass würde sich schlechter auf das Ambiente auswirken als ein geteilter Nachtisch”, schreibt ein User, und ein weiterer: “Ich kann nicht fassen, dass dieser Nonsens immer noch passiert.”