Warum sich McDonald’s nicht mit Starbucks anlegen sollte

Mit neuen Getränken möchte McCafé Starbucks Konkurrenz machen. Das wird allerdings schwieriger als gedacht. (Bild: ddp)

Caramel Macchiato, Vanilla Cappuccino oder Americano: Seit September gibt es in amerikanischen McCafés neue Getränke, die so manch einem Konsumenten bekannt vorkommen. Selbst die Franchisenehmer sehen darin einen Abklatsch von Starbucks und warnen vor einem Problem.

Im September 2017 ging es los: McDonald’s verpasste der Marke McCafé in den USA einen neuen Anstrich – und zwar mit einem frischen Look und einer Reihe neuer Espresso-Getränke wie Caramel Macchiato, Vanilla Cappuccino oder Americano. Lecker, denken sich die Kunden. Problematisch, sagen die Franchisenehmer. In einer Umfrage unter 27 McDonald’s-Franchisenehmern gaben lediglich zwei von ihnen an, dass die neuen Getränke die Verkaufserwartungen übertreffen würden, berichtet der „Business Insider“. Demnach zeigten sich sieben Franchisenehmer enttäuscht, weil sie weniger als erwartet verkaufen würden und 18 gaben an, etwa die Erwartungen zu erfüllen.

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Langfristig stellten die neuen Getränke die Unternehmen vor neue Herausforderungen, so das Magazin unter Berufung auf die Beschwerden der Franchisenehmer. So sei die Produktion sehr zeitaufwändig und „die Konkurrenz führt die Produkte in höherer Qualität.“ Zudem müssten viele Filialen gezwungenermaßen Equipment kaufen, hätten aber „schreckliche Verkaufszahlen.“

Als positiv wird die Ähnlichkeit der neuen Produkte zum Angebot von Starbucks bewertet – was allerdings die größte Problematik birgt. So sind es die Kunden von Starbucks durchaus gewohnt, sich auf längere Wartezeiten einzustellen, da sich der Konzern nie selbst als „Fast Food“-Kette bezeichnet und sich Starbucks qualitativ bereits bewiesen hat.

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Kriterien, die McDonald’s nicht erfüllt. Sollten die neuen Getränke also teurer und die Wartezeiten länger werden, werden die Kunden ihre Zeit wohl nicht im McCafé verplempern, sondern lieber dorthin gehen, wo sie zwar genauso lange warten müssen, dafür aber bessere Qualität bekommen. Zu Starbucks, zum Beispiel.

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