Warum Lilly Becker ein Recht hat, sich über „Bunte.de“ zu beschweren

Lilly Becker ist mit einer Berichterstattung von „Bunte.de“ nicht einverstanden. (Bild: Wenn)

Der Grat zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit ist bei Prominenten oft ein schmaler. Doch als Medienprofis dürften es Lilly und Boris Becker mittlerweile gewohnt sein, im Rampenlicht zu stehen. Ihre Kinder wollen sie da allerdings heraushalten – und genau das führte nun zu einer großen medialen Diskussion.

Kinder von berühmten Menschen haben oft keine Wahl, wenn es um ihren Promistatus geht. Sind ihre Eltern Stars, sind die Kleinen es in den Augen der Medien meist automatisch auch. Und das lässt sie nicht selten Ursprung und Anlass von Schlagzeilen in Print- und Onlinemagazinen werden. Genau das war auch der Fall bei dem siebenjährigen Amadeus – dem Spross von Lilly und Boris Becker.

Der Auslöser war ein Bild, das Lilly auf ihrer Instagram-Seite veröffentlichte. Auf diesem gibt sie ihrem Söhnchen einen Kuss am Strand, während im Hintergrund die Sonne untergeht (mittlerweile hat sie das Bild wieder entfernt). Nicht selten werden solche Schnappschüsse für Artikel in den Boulevardmedien genutzt – Promis, die Fotos auf ihrem öffentlichen Profil posten, ist das eigentlich auch bewusst. Allerdings ging die Berichterstattung in diesem Fall zu weit.

Während manche Medien von einem süßen Liebesbeweis berichteten, setzte „Bunte.de“ den Fokus auf Lillys Sohn und kritisierte, dass er mit sieben Jahren nackt am Strand herumläuft. „Amadeus mit 7 noch OHNE Badehose – muss das sein?“, fragte sich das Onlinemagazin. Zuvor fiel die Überschrift sogar noch drastischer aus: „Amadeus ist schon 7 – und verhält sich wie ein Kindergartenkind“.

Lilly Becker und ihr Sohn Amadeus bei einer Veranstaltung. (Bild: ddp Images)

Natürlich löste das bei Lilly Becker ihren Beschützerinstinkt aus – sie ist eben nicht nur Promi, sondern auch Mutter. Ihrer Wut ließ sie in einer Instagram-Bildunterschrift freien Lauf. „Wie könnt ihr es wagen, eine Überschrift darüber zu schreiben, wie sich mein Sohn verhält? Er ist ein freies Kind. Wisst ihr überhaupt, was ihr tut? Lasst meinen Sohn aus Überschriften raus. Braucht ihr wirklich ein siebenjähriges Kind für einen Titel?“, fragte sich Lilly. „Ich bin mehr als wütend, wie ihr über meinen Sohn schreibt. Schreibt über mich und meinen Mann so viel ihr wollt – aber über meinen Sohn? Ihr benutzt meinen Sohn und ändert ein paar Stunden später die Überschrift? Ihr habt keine Moral.“

Auch Papa Boris konnte so etwas nicht auf sich sitzen lassen und äußerte sich bei Twitter. Dort fragte er namentlich nach der Redakteurin, die den Artikel über Amadeus verfasst hatte. „Wie kann sie sich erlauben, über meinen Sohn Amadeus und Tochter Anna ein Urteil öffentlich zu machen?“ „Bunte.de“ schrieb nämlich auch darüber, dass Anna Ermakova im Luxus schwelgt, während Papa Boris Gerüchten zufolge pleite ist. Später twitterte dieser: „Langsam muss sich der Herausgeber von #bunte (Burda) zu Wort melden … lassen Sie meine Kinder in Ruhe!“

Geäußert hat dieser sich bisher nicht – allerdings ging eine Sprecherin des Hauses an die Öffentlichkeit und erklärte: „Lilly Becker hat das Strandfoto ihres Sohnes selbst auf ihrem Instagram-Account veröffentlicht, worauf zahlreiche kritische Userkommentare folgten.“ Die Redaktion habe deswegen das Thema aufgegriffen, aber: „Wir bedauern im Nachhinein, das Foto mit der betreffenden Überschrift weiterverbreitet zu haben.“ Mittlerweile ist der Artikel gelöscht – genau wie das Foto von Lilly und Amadeus.

Natürlich liegt es in der Verantwortung von Lilly, ihre Kinder zu schützen! Doch nur, weil sie Fotos ihres Kindes im Internet veröffentlicht, haben Medien nicht das Recht, ein Kind zur Zielscheibe zu machen – auch nicht, wenn es prominente Eltern hat. Vor allem, weil es in diesem Fall allein um Klatsch und Tratsch zu gehen schien.

Übrigens hat Lilly Becker mittlerweile ein neues Beach-Bild mit Amadeus gepostet. Darunter schrieb sie: „Die Bärenmama wird immer ihre Jungen beschützen.“ Von ihren Fans gibt es reichlich Zuspruch. Eine Dame kommentierte: „Du hast so recht. Er ist ein Kind, lasst ihn so sein wie er will. Sie sind nicht unsere Götter und können einfach darüber urteilen, wie unsere Kinder sein sollten. Ich habe noch nie so etwas Schamloses gesehen.“