Warum lilafarbenes Essen so gesund ist

(Foto: REX)

Sie sind schön anzusehen und richtig gesund: violette Lebensmittel. Egal ob Auberginen, Brombeeren oder Feigen – Gesundheitsexperten raten, den Ernährungsplan etwas bunter zu gestalten. Denn wer denkt, dass Grün die gesündeste Farbe ist, der ist auf dem Holzweg.

Die Farbe Lila: Das sagt die Wissenschaft

Ernährungswissenschaftler haben sich mit der Frage, was lilafarbene Lebensmittel so gesund macht, auseinander gesetzt und wissen inzwischen, dass der hohe Antioxidantien-Gehalt für die positive Wirkung, aber auch für die wunderbare Färbung verantwortlich ist. Dabei gilt: Je intensiver das Violett, desto mehr Antioxidantien enthält Ihr Essen. Aber was sind Antioxidantien eigentlich? Um das zu erklären, muss man erst mal wissen, dass unser Körper ständig sogenannten freien Radikalen ausgesetzt ist, also reaktiven Molekülen, die unsere Zellen angreifen und sie durch Oxidationsprozesse schädigen. Dadurch altern wir nicht nur schneller, auch das Krebsrisiko steigt. Hier kommen Antioxidantien Spiel, also die Pflanzenstoffe, die in hohen Mengen in Lebensmittel mit natürlichem Lila-Anstrich vorkommen. Sie sind Radikalfänger und halten die Schadstoffe, die auf uns einwirken, im Schach. Wer also regelmäßig lilafarbene Lebensmittel isst, hält sich jung und schützt seinen Körper vor Krebs. Studien haben außerdem ergeben, dass Menschen, die viel violettes Obst und Gemüse essen, seltener unter Bluthochdruck leiden und einen niedrigen Cholesterinspiegel haben.

Welche lila Lebensmittel sollten bei Ihnen auf dem Teller landen?

Neben bekannten violetten Lebensmitteln wie Auberginen sowie Brom- und Heidelbeeren gibt es auch noch Gemüse, das herkömmlich in anderen Farben erhältlich ist, durch spezielle Züchtung inzwischen aber auch in lilafarbener Ausführung existiert, darunter Süßkartoffeln. Genannt werden sie Okinawa-Süßkartoffeln, weil sie auf der japanischen Insel beliebt sind – sie enthalten ihre Färbung durch das Antioxidans Anthocyanin, während bei der orangenen Version Carotinoide überwiegen.

Violette Karotten gibt es ebenfalls – die sorgen für farbliche Abwechslung auf dem Teller. Aber Vorsicht: Je mehr Farbe sie beim Kochen verlieren, desto weniger Nährstoffe bleiben erhalten.

Acai-Beeren sind derweil ein etwas tropischeres Lila-Lebensmittel und schon länger als Superfood bekannt. Kein Wunder: Sie sind reich an Aminosäuren, den Vitaminen A, B, C und E und zahlreichen Mineralien wie Kalzium und Magnesium. In der etwas bodenständigeren Küche können derweil Rote Beete und Rotkohl zum Einsatz kommen und das Violett auf dem Teller bereit stellen.