Erst ein Drama sorgte für die deutsche Tour-Sensation

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Erst ein Drama sorgte für die deutsche Tour-Sensation
Erst ein Drama sorgte für die deutsche Tour-Sensation
Erst ein Drama sorgte für die deutsche Tour-Sensation

Nils Politt feiert seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France. (Alles zur Tour)

Der Kölner vom Bora-hansgrohe-Team gewann in Nimes sensationell, nachdem er sich rund elf Kilometer vor dem Ziel von seinen Mitausreißern abgesetzt hatte. Gut eine halbe Minute nach dem 27-Jährigen überquerten Imanol Erviti und Harrison Sweeny über den Zielstrich.

Es war gleichzeitig der erste deutsche Etappensieg bei dieser Frankreich-Rundfahrt und der 91. in der Tour-Geschichte. (die Etappe zum Nachlesen im LIVETICKER)

André Greipel fuhr ebenfalls eine starke Etappe und musste erst kurz vor dem Ziel als Teil der ersten Verfolgergruppe abreißen lassen. Er kam als Sechster ins Ziel. (Alle deutschen Tour-Etappensieger)

Politt: "Es ist ein Traum"

"Es ist ein Traum, eine Tour-Etappe zu gewinnen", sagte Politt: "Dass Peter Sagan nicht mehr da war, hat unsere gesamte Taktik verändert. Ich habe mich sehr gut gefühlt, ich habe alles versucht. Eine Tour-Etappe zu gewinnen, ist das Größte, was man erreichen kann."

Sagan, der siebenmalige Gewinner des Grünen Trikots, konnte auf der zwölften Etappe nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Der slowakische Star von Politts Bora-Team leidet immer noch unter den Sturzfolgen der ersten Tourwoche und stieg nicht mehr aufs Rad. Für den 31-Jährigen könnte es die letzte Tour im Bora-Trikot gewesen sein: Sagan soll vor einem Wechsel zum französischen Team TotalEnergies stehen.

Greipel freute sich für Politt: "Ich habe gesehen, wie er aufgewachsen ist. Ich habe mit ihm zusammen trainiert. Es ist sehr emotional, das zu sehen. Er war der Stärkste da vorne, er hat verdient gewonnen."

Auf dem zwölften Teilstück der Tour von Saint-Paul-Trois-Chateaux nach Nimes über 159,4 Kilometer hatte sich in der Schlussphase eine vierköpfige Gruppe gebildet, zu der auch Politt gehörte.

Mit weit aufgerissenem Mund kämpfte sich der 1,92 m große Hüne dem Ziel entgegen. Als ihm der Sieg sicher war, schüttelte er ungläubig den Kopf, schlug sich auf den Helm und riss jubelnd die Arme in die Höhe. Sein Vorsprung betrug am Ende 31 Sekunden.

Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigte Tadej Pogacar aus Slowenien. (Gesamtwertung der Tour)

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Cavendish gewinnt Sprint des Hauptfeldes

Mark Cavendishs Rekordfahrt ist derweil vertagt. Der britische Starsprinter, den nur noch ein Erfolg vom Etappenrekord des legendären Eddy Merckx (34 Siege) trennt, rollte mit großem Rückstand hinterher. Vor der mehrtägigen Kletterei in den Pyrenäen am Wochenende bekommt "King Cav" am Freitag aber noch einmal eine Chance. Die 13. Etappe führt über 219,9 km von Nimes nach Carcassonne und dürfte in einem weiteren Massensprint enden.

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Die zwölfte Etappe mit Start in Saint-Paul-Trois-Chateaux begann hektisch, die befürchteten Windkanten sorgten unmittelbar nach dem Start für Nervosität. Das Peloton teilte sich bei hohem Tempo in mehrere Teile, ehe sich das Rennen schließlich beruhigte und die Fluchtgruppe des Tages stand. 13 Fahrer, darunter Greipel, Politt sowie der französische Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), waren an der Spitze vertreten.

Das Rennen verlief in der Folge lange unspektakulär. Die Gruppe um das deutsche Duo fuhr einen große Vorsprung heraus, zwischenzeitlich lag er bei über einer Viertelstunde.

Politt greift 50 Kilometer vor dem Ziel an

50 km vor dem Ziel sorgte ein erster Angriff Politts für neue Dynamik. Der Klassiker-Jäger forcierte das Tempo und riss eine Lücke, auch Greipel war zunächst abgehängt, fand wie der Rest der Gruppe aber wieder den Anschluss. Weitere Attacken Fahrer folgten fast im Minutentakt. 40 km vor dem Ziel waren Politt und seine beiden Begleiter erfolgreich.

Das Trio um den 27-jährigen Politt setzte sich von Greipel und Co. ab. Dann begann ein Ausscheidungsfahren - mit dem glücklichen Ende für Politt.

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