Warren Buffett sagt, dass Immobilien eine lausige Investition sind: Warum er sich irrt

·Lesedauer: 3 Min.
Warren Buffett Geschäftsführer Berkshire Hathaway Orakel von Omaha
Warren Buffett Geschäftsführer Berkshire Hathaway Orakel von Omaha

Wichtige Punkte

  • Warren Buffett ist einer der erfolgreichsten Investoren unserer Zeit.

  • Obwohl er kein Fan des Immobilienkaufs ist, lohnt es sich trotzdem, das in Betracht zu ziehen.

Als einer der erfolgreichsten Investoren unserer Zeit weiß Warren Buffett ein Lied davon zu singen, wie man eine Strategie zum Vermögensaufbau aufstellt und an ihr festhält. Aber überraschenderweise war Buffett nie ein großer Fan von Investitionen in Immobilien.

Wenn du ein Fan und Anhänger von Buffett bist, solltest du dich vielleicht auch von Immobilien fernhalten. Aber hier ist der Grund, warum du das vielleicht nicht tun solltest.

Es gibt eine Welt voller Möglichkeiten – wenn du die richtigen Entscheidungen triffst

Ein wichtiger Grund, warum Warren Buffett nicht in Immobilien investiert? Er ist der Meinung, dass die Preise für bebaute Grundstücke meistens korrekt sind.

Warum ist das ein Problem? Buffett hat großen Erfolg, weil er Geld in Unternehmen investiert hat, die unterbewertet und wachstumsorientiert sind. Aber diese Strategie lässt sich nicht auf einen Markt übertragen, auf dem Buffett der Meinung ist, dass es einfach keine Schnäppchen zu machen gibt.

Es ist zwar verständlich, warum Buffett sich von Immobilieninvestitionen fernhält, aber das bedeutet nicht, dass du es ihm gleichtun solltest. Einer von Buffetts wichtigsten Ratschlägen lässt sich nämlich sehr gut auf den Immobilienmarkt anwenden.

Buffett hat bekanntlich gesagt, dass man eine Aktie nicht 10 Minuten lang halten sollte, wenn man nicht vorhat, sie 10 Jahre lang zu besitzen. Dieser „Buy-and-Hold“-Ansatz funktioniert zwar gut bei der Auswahl von Aktien, aber er gilt auch für Immobilien.

Der Wert von Immobilien steigt mit der Zeit. Wenn du also auf das schnelle Geld aus bist, kann es sein, dass du dich beim Kauf einer Immobilie verbrennst. Wenn du aber in der Lage und gewillt bist, deine Immobilieninvestitionen über viele Jahre hinweg zu halten, stehen die Chancen gut, dass sie am Ende an Wert gewinnen und du einen Gewinn erzielst – selbst wenn du währenddessen Geld für Ausgaben wie Instandhaltung und Grundsteuer ausgeben musst.

Wenn du es schaffst, Häuser in Märkten mit hoher Mietnachfrage zu kaufen, kannst du dir außerdem einen netten, stetigen Einkommensstrom über die Immobilien sichern, die du besitzt. Dieses Geld könnte die Kosten für den Besitz dieser Immobilien decken, während du dich zurücklehnst und darauf wartest, dass ihr Wert im Laufe der Jahre steigt.

Du kannst auch woanders suchen

Auch wenn Warren Buffett kein Befürworter des Kaufs von Renditeobjekten ist, ist der Kauf von REITs (Real Estate Investment Trusts) etwas anderes. REITs sind eher mit Aktien vergleichbar, da sie einfach Unternehmen sind, die verschiedene Arten von Immobilien betreiben und dabei Geld verdienen.

Das Beste an REITs ist, dass sie in der Regel überdurchschnittlich hohe Dividenden ausschütten. Das ist Geld, das du im Laufe der Zeit reinvestieren kannst, um noch mehr Vermögen in deinem Portfolio aufzubauen. Außerdem sind REITs eine gute Möglichkeit, dein Portfolio zu diversifizieren, was zu zusätzlichem Wachstum führen kann und dich gleichzeitig vor Verlusten bei Börsenabschwüngen schützt.

Nicht vor Immobilien zurückschrecken

Warren Buffett hat sicher seine Gründe, nicht in Immobilien zu investieren, aber das heißt nicht, dass das für dich der falsche Weg ist. Und wenn du lieber in Immobilien investieren möchtest, ohne die Arbeit und das Risiko des Besitzes von Renditeobjekten auf dich zu nehmen, kannst du stattdessen REITs in dein Portfolio aufnehmen.

Der Artikel Warren Buffett sagt, dass Immobilien eine lausige Investition sind: Warum er sich irrt ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 13.04.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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