Wird Warren Buffett noch mehr Aktien von Apple kaufen?

Motley Fool Investmentanalyst

Kurz vor der Jahreshauptversammlung von Berkshire Hathaway (WKN:854075) Anfang Mai, verkündete Warren Buffett, dass er 75 Millionen Aktien von Apple (WKN:865985) gekauft hat.

Zusammen mit der großen Position, die er schon davor hatte, besitzt er nun 240 Millionen Aktien des iPhone-Herstellers. Dies sind 5 % der Gesamtzahl der Aktien. Eine Aktie kostete zum Zeitpunkt, als der Artikel geschrieben wurde, 187 US-Dollar. Somit ist die Investition von Berkshire in Apple 45 Milliarden US-Dollar wert.

Obwohl Apple nun mit Abstand Berkshires größte Aktieninvestition ist, deuten Aussagen von Buffett und seinem Compagnon Charlie Munger darauf hin, dass Berkshire noch mehr Apple-Aktien kaufen könnte

Warren Buffett und Charlie Munger hätten gern noch mehr gekauft

In einem Interview mit CNBC kurz nach der Jahreshauptversammlung sagte Warren Buffett, dass er Apple so sehr mag, dass er am liebsten alle Aktien des Unternehmens besitzen möchte. „Wir haben ca. fünf Prozent des Unternehmens gekauft. Ich würde gern 100 % davon besitzen“, sagte Buffett.

Charlie Munger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Berkshire und langjähriger Geschäftspartner, stimmte mit ein. „Ich denke, wir waren etwas zu beschränkt“, sagte Munger gegenüber CNBC. Ich wünschte, ich würde mehr davon besitzen.

Berkhsire hat eine Menge Geld

Es ist zudem wichtig zu erkennen, dass Berkshire immer noch einen riesigen Berg Geld besitzt. Und Buffett würde gern mehr davon arbeiten lassen. Am Ende des ersten Quartals hatte Berkshire 108 Milliarden US-Dollar Barreserven und äquivalente Vermögensgegenstände. Ende 2017 waren es noch 116 Milliarden US-Dollar. Der Rückgang liegt hauptsächlich an dem Zukauf der Apple-Aktien.

Buffett sagte kürzlich gegenüber CNBC, dass er lieber 30 Milliarden Bargeld haben würde. Damit stünden 80 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Ich wäre nicht überrascht, wenn Buffett einen großen Teil davon nutzt, um weitere Apple-Aktien zu kaufen.

Warum liebt Buffett Apple so sehr?

Es gibt mehrere Gründe, warum Buffett Apple liebt. Der erste Grund ist, dass das Unternehmen überaus profitabel ist und eine sehr treue Kundenbasis besitzt. Buffett sagte nach der Offenlegung der Investition, dass Apple fast doppelt so profitabel ist wie jedes andere Unternehmen in den USA.

„Wir mögen die Wirtschaftlichkeit ihrer Handlungen“, sagte Buffett gegenüber CNBC.

Buffett ist zudem ein großer Fan des aktionärsfreundlichen Managements, besonders wenn es um Aktienrückkäufe geht. Apple ist der größte Aktienrückkäufer im S&P 500. Erst kürzlich hatte es ein Rückkaufprogramm von 100 Milliarden US-Dollar angekündigt.

„Wenn ich Apple kaufe, weiß ich, dass Apple viele Aktien zurückkauft“, sagte Buffett. „Wir besitzen ca. fünf Prozent. Aber ich weiß, dass ich nichts tun muss und wahrscheinlich besitzen wir in ein paar Jahren sechs Prozent, ohne einen weiteren Dollar auszugeben.“

Buffett ist ein großer Freund von Aktienrückkäufen, wenn er das Gefühl hat, dass eine Aktie unter ihrem intrinsischen Wert gehandelt wird. Und er hat offenbar das Gefühl, dass dies bei Apple der Fall ist.

Wird Berkshires Appleposition weiter wachsen?

Man kann natürlich nicht mit Sicherheit sagen, ob Berkshire weitere Appleaktien kauft. Buffett ist sehr zugeknöpft, wenn es um die zukünftigen Investitionsmöglichkeiten von Berkshire geht.

Die Kommentare von Buffett und Munger zeigen jedoch, dass sie das Gefühl haben, dass Apple ein attraktives Schnäppchen ist und dass sie ihre Anteile daran gern erhöhen würden. Apple hat sich zu einer hervorragenden Buffett-Aktie entwickelt und ich wäre nicht überrascht, wenn das Orakel von Omaha ein paar weitere Milliarden in den Technologieriesen investiert.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Apple und Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 150 USD Calls auf Apple und Short Januar 2020 155 USD Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 08.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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