Warren Buffett kauft weitere 75 Millionen Apple-Aktien


Wenn Warren Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway an diesem Wochenende zum Aktionärstreffen lädt, herrscht wieder Ausnahmezustand in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. 40.000 Anteilseigner werden kommen – und sich dann auch über Apple unterhalten.

Denn kurz vor der Hauptversammlung gab der Starinvestor laut CNBC bekannt, dass Berkshire weitere 75 Millionen Aktien des iPhone-Herstellers gekauft hat. Damit hält das Unternehmen nun rund 240 Millionen Aktien und ist drittgrößter Investor des Konzerns. Bei einem derzeitigen Kurs von 176,89 Dollar entspricht das einem Gesamtwert von knapp 42,5 Milliarden Dollar. Apple war laut Bloomberg bereits zuvor Berkshires größte Beteiligung.

„Es ist eine unglaubliche Firma“, sagte Buffett laut CNBC. „Wenn man sich Apple anschaut, dann verdient es meiner Meinung nach fast doppelt so viel wie das zweitprofitabelste Unternehmen in den USA.“

Die Ankündigung von Buffett kam nur wenige Tage, nachdem Apple seine Quartalszahlen präsentiert hatte, die über den Erwartungen der Analysten lagen. Der Nettogewinn erreichte mit 13,8 Milliarden Dollar einen neuen Rekord. Der Konzern kündigte dabei auch die Anhebung der Dividende um 16 Prozent an – das dürfte auch Buffett gern gehört haben.

Buffett, der lange Zeit an Tech-Werten zweifelte, hat sich in den letzten Jahren zu einem großen Fan von Apple entwickelt, schon Ende 2017 hatte der kalifornische Smartphone-Macher die US-Großbank Wells Fargo als Top-Position in seinem Portfolio abgelöst.

Die Beteiligung am Computer-Dino IBM baute Berkshire Hathaway im Auftaktquartal hingegen komplett ab. 2011 hatte Buffett mehr als 10 Milliarden Dollar dort investiert, was er angesichts der chronischen Umsatzschwäche des Konzerns später selbst als Fehler bezeichnete.

In einem Interview am heutigen Freitag mit dem US-Sender CNBC antwortete er auf die Frage, ob er noch IBM-Aktien besitzen würde mit „Nein, ich denke wir haben null. Da bin ich mir ziemlich sicher “. Ende 2017 lagen mehr als zwei Millionen IBM-Titel im Berkshire-Depot, davon wurden danach 94,5 Prozent in einem einmaligen Trade verkauft.