Warren Buffett hat beim Kauf von Berkshire Hathaway 2 teure Fehler gemacht: Hier sind sie

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
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Es wird vielleicht nicht neu für dich sein: Aber Warren Buffett hat selbst gesagt, dass der Kauf von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) ein teurer Fehler des Orakels von Omaha gewesen sei. Ein teurer Fehler? Das kann man durchaus auch anders sehen.

Ich glaube, dass Warren Buffett sogar zwei Fehler gemacht hat, als er Berkshire Hathaway erworben hat. Hier sind sie sowie die zwei Lektionen, die Foolishe Investoren daraus mitnehmen können.

Warren Buffett & Berkshire Hathaway: Die Emotionen

Warren Buffett hat Berkshire Hathaway in jungen Jahren gekauft. Ursprünglich ist es für das heutige Orakel von Omaha bloß eine Beteiligung gewesen. Der junge Buffett stand eigentlich davor, sein Aktienpaket an dem damaligen Textilunternehmen wieder zu verkaufen.

Allerdings gab es einen Zwist. Mündlich hat Warren Buffett mit dem damaligen CEO einen Rückkaufspreis vereinbart. Dieser lag allerdings in dem schriftlichen Angebot leicht unter dem, was die beiden Kaufpartner ausgemacht hatten. Das machte Warren Buffett zornig.

So zornig, dass das Orakel von Omaha Berkshire Hathaway in Gänze gekauft hat, bloß um den damaligen CEO zu feuern. Wir lernen daraus: Der heutige Starinvestor hat eine emotionale Entscheidung getroffen und ist in Teilen von Rachegelüsten getrieben gewesen.

Das hat dazu geführt, dass Berkshire Hathaway zu dem wurde, was es heute ist. Eine Beteiligungsgesellschaft unter der Ägide von Warren Buffett. Allerdings auch einer der teuersten Fehler, den das Orakel von Omaha begangen hat. Aus einer Emotion heraus Investitionsentscheidungen zu treffen, ist kein Foolisher Ansatz. Egal, wie sie auch aussehen mögen.

Ein kriselndes Textilunternehmen

Berkshire Hathaway ist zum damaligen Zeitpunkt allerdings längst nicht das gewesen, was es heute ist. Nein, als Warren Buffett bei seiner heutigen Beteiligungsgesellschaft aktiv geworden ist, handelte es sich noch um ein Textilunternehmen. Ein Unternehmen, das in der Krise steckte.

Das Kalkül von Warren Buffett war zwar in Teilen unternehmensorientiert. So glaubte der junge Investor, dass sich der Markt ausdünne und Berkshire Hathaway von weniger Konkurrenz profitieren könne. Trotzdem investierte Warren Buffett in eine damals kriselnde Industrie und in ein Unternehmen, das signifikante Schwierigkeiten besaß.

Ich glaube, heute würde Warren Buffett unternehmensorientiert nicht noch einmal so eine Entscheidung treffen. Auch wir als Foolishe Investoren konzentrieren uns darauf, hervorragende Unternehmen zu einem guten Preis zu kaufen. Gerne mit kleineren Problemen, die kurzzeitig die Bewertung drücken, aber ohne größere existenzielle Probleme, die einen signifikanten Umbau erfordern. So wie Berkshire Hathaway, das im Anschluss zu einer Beteiligungsgesellschaft umgebaut wurde.

Warren Buffetts Fehler bei Berkshire Hathaway

Der Kauf von Berkshire Hathaway durch Warren Buffett ist im Nachhinein also ein Fehler gewesen. Das Orakel von Omaha hat das mehrfach gesagt. Allerdings handelt es sich hierbei auch um ein lehrreiches Beispiel, wie Foolishe Investoren bessere Investitionsentscheidungen treffen können.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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