Nach offenem Brief: Eurowings weist Vorwürfe um kranke Piloten im Cockpit zurück

Ein Flugzeug der Eurowings (Archivbild)

Wegen möglicher Gehaltskürzungen fliegen Piloten der Airline Eurowings Europe offenbar Flugzeuge, obwohl sie krank sind. Das befürchtet zumindest die österreichische Gewerkschaft Vida.

Auslöser ist ein offener Brief, der offenbar von Mitarbeitern von Eurowings Europe verfasst wurde. Darin werden die Kollegen der insolventen Airline Air Berlin davor gewarnt, sich bei Eurowings zu bewerben – das Unternehmen sucht rund 1300 neue Mitarbeiter. Grund für die Warnung sind die Arbeitsbedingungen bei der Station in Palma. "Wenn ein Mitarbeiter der Eurowings Europe Station Palma, sei es Kabine oder Cockpit, krank ist, bekommt er an diesen Tagen kein Geld", heißt es in dem offenen Brief. Viele würden deshalb trotzdem zum Dienst erscheinen. Die Passagiere erwarte "eine Crew, bei der man nicht sicher davon auszugehen kann, dass niemand krank zum Dienst erscheint".

Die Gewerkschaft Vida bestätigt, dass die Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten würden. "Dadurch leidet die Sicherheit. Kranke Piloten, die womöglich auch noch unter Medikamenteneinfluss stehen, haben eine schlechtere Reaktionsfähigkeit", sagte der Vorstand im Fachbereich Luftverkehr, Johannes Schwarcz, der Berliner Morgenpost.

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