Warnstreiks im öffentlichen Dienst in fünf Bundesländern

Erneut sind tausende Beschäftigte des öffentlichen Diensts in den Warnstreik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich etwa zehntausend Menschen an den Aktionen, Schwerpunkte waren Bayern und Rheinland-Pfalz

Die Warnstreiks im Tarifkonflikt bei Bund und Kommunen sind am Donnerstag fortgesetzt worden. Betroffen waren nach Angaben der Gewerkschaft Verdi insbesondere Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Rheinland-Pfalz und das Saarland. In zahlreichen Ämtern, Kitas und Bädern sowie im Nahverkehr wurde der Betrieb eingeschränkt. Erneut fanden darüber hinaus wieder etliche Kundgebungen statt.

Verdi will die Arbeitsniederlegungen nach eigenen Angaben auch nach Ostern fortsetzen. Das hätten die Planungen von Anfang an vorgesehen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Berlin. Die nächste Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Diensts in Bund und Kommunen findet etwa zwei Wochen nach Ostern statt.

In Berlin kündigte die Gewerkschaft für Freitag Streiks bei den städtischen Wasserbetrieben an. Es sei mit einer "sehr hohen Streikbereitschaft" zu rechnen, die Kollegen seien "sauer". Sämtliche Betriebsstandorte sollen demnach betroffen sein.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts fordern sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen Vergütungen für Auszubildende und Praktikanten um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Zudem verlangt Verdi, Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend zu übernehmen.