Warenpräsentation & Musik: Das sind die Tricks der Supermärkte

Beim Einkaufen spielt das Unterbewusstsein eine große Rolle – das wissen natürlich auch die Supermarkt-Betreiber. (Bild: Getty Images)

Die Anzahl der Dinge, die man beim Einkaufen unbedingt braucht, ist ja meistens doch ziemlich beschränkt. Um die Kunden trotzdem dazu zu bringen, außer Milch, Brot und Käse noch viele andere Sachen in ihren Wagen zu packen, setzen Supermärkte wie Discounter auf psychologische Tricks. Damit Sie in Zukunft nicht mehr darauf hereinfallen, stellen wir Ihnen diese in unserer neuen Serie vor.

Das Geheimnis liegt in der Präsentation

Wer viel kauft, bekommt die Sachen billiger, denken nicht nur diejenigen Supermarktkunden, die Herrn Lohse alias Vicco von Bülow in „Pappa ante portas“ einkaufen gesehen haben. Paletten voller Senf kauft er da wegen des Mengenrabatts, und in den Genuss desselben wollen auch jene Supermarktkunden kommen, die ein weniger ausgereiftes Bunker-Verhalten an den Tag legen.

Weitere Tricks: Einkaufswagen für Kinder & Co.

Sehen sie im Supermarkt gestapelte Paletten mit einer bestimmten Ware, ganz gleich welche, wird ihnen damit suggeriert, die Nudeln, das Waschmittel oder die Chips wären alleine wegen der vorhandenen Menge im Angebot und besonders günstig. Ein psychologischer Effekt, der mit der Realität oft gar nichts zu tun hat.

Die Musik beeinflusst die Stimmung

In den Supermarkt gehen kann Spaß machen, wenn man sich auf etwas freut oder Zeit hat, ganz in Ruhe für das lang erwartete Essen mit Freunden oder den Liebsten einzukaufen. Oft ist es aber auch einfach eine nervige Notwenigkeit, die man irgendwie in seinen Feierabend quetschen muss. Damit diese Kunden nicht einfach durch die Gänge hetzen und nur das Nötigste aus den Regalen fischen, wird im Supermarkt nicht irgendeine Musik gespielt.

Weitere Tricks: Bäckereien, Probierstände & Temperatur

Vielmehr dudeln dort Klänge aus den Lautsprechern, die exakt 72 Taktschläge pro Minute haben. Das entspricht genau dem Ruhepuls, entspannt, ohne zu müde zu machen und auch nicht so aufregend, dass es ablenkt. Wer nicht in dringender Eile ist, schaltet einen Gang zurück, guckt sich noch etwas um und stößt dabei ziemlich wahrscheinlich auf ein paar Dinge, die eigentlich nicht auf der Einkaufsliste standen.

Signalfarbe Rot

Die Signalfarbe Rot weist nicht nur auf Gefahren hin, sondern erweckt ganz allgemein erst einmal Interesse. Man schaut einfach hin – und gewinnt gerade bei großen, roten Preisschildern den Eindruck, das hier Dargebotene sei ein besonders günstiges Schnäppchen.

Weitere Tricks: Psychologie des Einkaufens

Dabei können Supermärkte die roten Preisschilder auf alles machen und tun das auch gerne dann, wenn bestimmte Produkte einfach wegmüssen. Dass sie dann tatsächlich billiger sind als sonst, bedeutet das noch lange nicht.