Olympia-Tag: Keine Medaille für Pechstein - DEB-Team im Pech

Claudia Pechstein verpasst ihre zehnte Medaille bei Olympia

Erstmals seit Beginn der Olympischen Spiele in Pyeongchang hatten die deutschen Athleten am Freitag keine Medaillen zu bejubeln. Die Führung des deutschen Teams im Medaillenspiegel ist dennoch noch unangefochten. (SERVICE: Medaillenspiegel)

Als Gold-Favoriten waren ohnehin keine Deutschen in die Wettbewerbe des Tages gegangen, Thomas Dreßen im Super-G und Rekord-Olympionikin Claudia Pechstein auf ihrer Paradestrecke über 5000m waren aber zumindest Medaillenchancen eingeräumt worden.

Doch die bislang so erfolgsverwöhnten deutschen Teilnehmer verpassten die Medaillenränge am Freitag allesamt klar.

SPORT1 fasst die Ergebnisse vom Freitag, den 16. Februar zusammen:

(SERVICE: Der Zeitplan bei Olympia)

- Pechstein verpasst 10. Medaille klar

Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin Claudia Pechstein hat bei ihrer siebten Olympia-Teilnahme ihre zehnte Medaille verpasst.

Auf ihrer Paradedisziplin über 5000 Meter landete die Berlinerin im Gangneung Oval der Eisschnellläufer mit 15,2 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Esmee Visser (Niederlande) auf Platz acht.

Hinter Olympiasiegerin Visser fuhr die tschechische Weltrekordlerin Martina Sablikova (Tschechien) auf Platz zwei. Bronze holte Natalia Woronina aus Russland. Pechstein, die am Samstag über ihre Nebenstrecke 3000 m Neunte wurde, steht damit weiter bei fünfmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze bei Olympischen Winterspielen.

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- DEB-Team unterliegt Weltmeister Schweden 

Das Team von Bundestrainer Marco Sturm kassiert die zweite Niederlage bei den Olympischen Spielen.

Gegen Weltmeister Schweden unterlag das DEB-Team mit 0:1. Schon in der zweiten Minute gelang den Schweden der entscheidende Treffer durch Viktor Stalberg. Das Sturm-Team hatte Pech mit zwei Lattentreffern.

Im letzten Vorrundenspiel am Sonntag (12.10 Uhr OZ/4.10 MEZ im LIVETICKER) gegen Norwegen geht es für das Sturm-Team um Platz drei in der Gruppe C und um eine gute Ausgangsposition für das K.o.-Spiel, das über den Viertelfinaleinzug am Dienstag entscheidet.

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- Sander bei Mayer-Gold bester Deutscher

Matthias Mayer versetzte die alpin-verrückten Österreicher einen Tag nach dem Debakel von Team Austria in der Abfahrt mit seinem überraschenden Super-G-Triumph in Freudentaumel. Geheim-Favorit Thomas Dreßen musste sich als Zwölfter klar geschlagen geben.

Bester Deutscher noch vor Dreßen war Andreas Sander aus Ennepetal, der als Achter überzeugte. "Ich bin deutlich besser gefahren als in der Abfahrt. Ich habe mir mehr zugetraut", sagte Sander, der in der Abfahrt Zehnter geworden war, im ZDF.

Sotschi-Olympiasieger Kjetil Jansrud musste sich 18 Hundertstelsekunden hinter Mayer mit Bronze begnügen, Silber holte der Schweizer Beat Feuz (+0,13), der in der Abfahrt hinter Jansrud noch Dritter geworden war. 

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- Lölling zur Halbzeit auf Gold-Kurs

Weltmeisterin Jacqueline Lölling liegt zur Halbzeit des olympischen Skeleton-Rennens auf Goldkurs. Die 23-Jährige führt nach zwei von vier Läufen in Pyeongchang knapp vor der Österreicherin Janine Flock (+0,02 Sekunden) und der britischen Olympiasiegerin Lizzy Yarnold (+0,10). Die Entscheidung fällt am Samstag.  

Auch Anna Fernstädt (+0,30) und Vizeweltmeisterin Tina Hermann (+0,43) schielen noch auf das Podest. Fernstädt belegt Rang fünf, Hermann folgt direkt dahinter.

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- Historischer Flop für deutsche Slalom-Fahrerinnen

Bei der bitteren Niederlage von Slalom-Favoritin Mikaela Shiffrin bekleckerten sich auch die deutschen Fahrerinnen nicht Ruhm.

Einen Tag nach ihrem Olympiasieg im Riesenslalom musste die US-Amerikanerin mit ansehen, wie Frida Hansdotter das erste schwedische Slalomgold seit 1992 gewann.

Für Shiffrin blieb hinter Kombinationsweltmeisterin Wendy Holdener (Schweiz) und der im zweiten Lauf fast fliegenden Österreicherin Katharina Gallhuber nur der vierte Platz.

Marina Wallner aus Inzell belegte als beste Deutsche chancenlos Rang 19 - es war das schlechteste deutsche Ergebnis bei Olympischen Winterspielen (zuvor Platz 15, Martina Ertl 1992), und dies in einer Disziplin, die mit acht Medaillen (3x Gold) eigentlich eine deutsche Domäne ist. Ein historischer Flop.

Lena Dürr schied im ersten Lauf bereits nach acht Sekunden und einem Einfädler aus, was sie sich selbst nicht erklären konnte. Christina Geiger musste sich dann im zweiten Durchgang verabschieden. 

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- Wellinger verpasst Podium bei Qualifikation 

Normalschanzen-Olympiasieger Andreas Wellinger hat in der Qualifikation zum zweiten olympischen Skispringen einen guten vierten Platz belegt und damit seine Ambitionen auf eine weitere Medaille in der Entscheidung am Samstag (ab 13.30 Uhr im LIVETICKER) untermauert.

Bei schwierigen Bedingungen flog der 22-Jährige in Pyeongchang auf 135,0 m und kam auf 127,1 Punkte. 

Damit lag Wellinger im erstaunlich gut besuchten Stadion knapp hinter den beiden Norwegern Robert Johansson (135,0 m/131,9 Punkte) und Johann Andre Forfang (137,0/128,7) sowie dem Japaner Ryoyu Kobayashi, der bei mächtigem Aufwind zum Schanzenrekord von 143,5 m flog, aber nach großen Abzügen nur 127,6 Punkte erhielt. 

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