"Es war wie im Krieg": Kellner rettet City-Fans vor Hooligans

Napoli-Fans im Sao Paolo

Ein italienischer Kellner bewahrte Anhänger von Manchester City vor einem Angriff mehrerer neapolitanischer Hooligans. Dem mutigen Helden wurde dabei die Nase gebrochen. (Napoli - ManCity im LIVETICKER)

Die englischen Fans suchten in dem Restaurant Attori & Spettori in der Via Santa Lucia, nur wenige Meter entfernt vom Team Hotel der "Citizens", Zuflucht, als eine Ultra-Gruppe von Napoli diese attackierte. Doch Giuseppe Liberato stellte sich ihnen couragiert in den Weg.

"Teller, Gläser und Stühle flogen herum"

Der 59-jährige Kellner trug dabei eine Rippen-Prellung, zahlreiche blaue Flecken und eine gebrochene Nase davon. Liberato hielt zusammen mit Angestellten die Hooligans solange auf, bis die City-Anhänger fliehen konnten und in Sicherheit waren.

"Er hat Großartiges geleistet. Ich bin sehr stolz auf ihn", sagte sein Sohn Flavio. "Viele Engländer kommen zu uns und sind immer sehr willkommen. Er musste mehrere Ellbogen-Schläge einstecken, als er die Napoli-Fans aufhielt."

"Nur durch sein beherztes Eingreifen konnten die Engländer fliehen", so Flavio weiter. "Es war wie im Krieg. Teller, Gläser und Stühle flogen herum. So etwas will keiner sehen oder erleben."

Rache-Aktion für Manchester-Attacke

Doch wie kam es zu diesen unschönen Szenen? Die "Citizens"-Fans waren gerade dabei, die Pizzeria nach dem Abendessen zu verlassen, als eine Ultra-Gruppe sie erblickte.

Während ein Engländer sofort davonrannte, suchten die anderen drei im Attori & Spettori Schutz. Daraufhin kam es zur wilden Schlägerei, in der die drei einige Verletzungen davontrugen, ehe der mutige Kellner mit zwei Mitarbeitern dazwischen ging.

Die Attacke war wohl eine Rache-Aktion, nachdem Neapel-Fans vor dem Hinspiel in einem Pub in Manchester ebenfalls attackiert wurden. In Neapels Stadion soll daher ein hohes Polizeiaufkommen für Sicherheit sorgen, da die Ultras im Sao Paolo berühmt berüchtigt sind.

Der Kellner wird übrigens aufgrund seiner Verletzungen einen Monat krankgeschrieben sein, um wieder gesund zu werden.