Kim Jong-un, Trump und China: Das ist das große Ziel von Nordkoreas Diktator

Josh Groeneveld
Kim Jong-un bei seinem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping. 

Kim Jong-un hat die Welt im Griff. Mehr noch: Er treibt sie vor sich her. Durch Raketenabschüsse genauso wie durch diplomatische Annäherungsversuche. 

Im vergangenen Jahr provozierte Kim die Welt mit seinen Atomtests, zum neuen Jahr machte er auf einmal Südkorea Offerten. Nach der nordkoreanischen Teilnahme an Olympia folgte ein unvermitteltes Gesprächsangebot an Trump – und nun der unangekündigte und überraschende Besuch des nordkoreanischen Diktators in China. 

Vom (scheinbaren) Kriegstreiber zum (scheinbaren) Friedensboten: Dieser Wandel Kim Jong-uns mag willkürlich wirken – doch Nordkoreas Diktator verfolgt einen langfristigen Plan. 

Kim Jong-un spielt Feinde wie Verbündete gegeneinander aus

Dieser hat vor allem ein Ziel: Die Anerkennung Nordkoreas in den Augen der internationalen Gemeinschaft. Das Treffen zwischen Kim Jong-un und Chinas Präsidenten Xi Jinping in ist ein erster Schritt auf dem Weg dahin. 

“Kim Jong-uns Besuch in China hat eine symbolische und eine politische Signifikanz, sowohl für Peking als auch Pjöngjang”, sagt Eric Ballbach, Nordkorea Experte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, der HuffPost. 

► Beide Regierungschefs hätten durch das Treffen Stärke demonstriert

“China wollte dadurch im Nordkorea-Konflikt seinen Einfluss geltend machen und sich als unabhängiger Akteur darstellen, der nicht unbedingt immer den USA oder Südkorea folgt”, sagt Ballbach. “Das Signal ist ganz klar: An China führt bei der Lösung des Konfliktes kein Weg vorbei.“   

► Es ist ein Signal, das Kim Jong-un geschickt für sich nutzt. 

Am 27. April will...

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