Walt Disney: So irrte Warren Buffett selten

Andreas Deutsch
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Walt Disney: So irrte Warren Buffett selten

Aller Anfang ist schwer – das gilt auch für Super-Investoren wie Warren Buffett. Die lebende Legende hat vor über 50 Jahren eine Top-Chance liegen lassen – aber immerhin viel daraus gelernt.

In einer Zeit, in der viele AKTIONÄR-Leser noch nicht geboren sind, ist Warren Buffett schon lange umtriebiger Investor. 1966, 36 Jahre alt und soeben Millionär geworden, trifft Buffett Walt Disney höchstpersönlich – und ist begeistert von dessen Ehrgeiz, Plänen und Visionen.

Disney räumt gerade in den Kinos mit „Mary Poppins“ ab und lockt Heerscharen nach Disneyland. Mehr hat das Unternehmen aber noch nicht zu bieten. Buffett sieht trotzdem viel Potenzial und kauft Disney fünf Prozent seiner Firma ab. Der Wert: vier Millionen Dollar. Nur ein Jahr später steht die Aktie 50 Prozent höher. Buffett versilbert seinen Anteil. Komplett. Der Wert heute: acht Milliarden. Buffetts größter Irrtum.

Aber das zeigt: Alle machen an der Börse Fehler, selbst der Allerbeste. Allerdings hat er daraus gelernt. Glaubt Buffett heute an ein Unternehmen, hält er jahrelang daran fest. Muffensausen, wenn es – wie gerade – mal rumpelig wird? Doch nicht Buffett. Eher kauft er nach.

Nur so geht langfristiger Börsenerfolg. Laut einer Analyse des AKTIONÄR haben zwei Drittel der amerikanischen Blue Chips in den vergangenen 20 Jahren den S&P 500 geschlagen, teilweise sogar sehr deutlich. So sollte es auf lange Sicht weitergehen – Buy and hold lebt!

Film ab für die Aktie

Disney bietet gerade jetzt für langfristig orientierte Anleger eine gute Kaufchance. Das Unternehmen landet einen Blockbuster nach dem anderen in den Kinos und macht endlich Fortschritte bei ESPN. Am 12. April startet Disney ESPN+, eine App, die großes Potenzial hat. Mit der App macht der Konzern einen großen Schritt weg vom verkrusteten Kabel-TV, hin zu flexiblem, modernem, digitalem Fernsehen. Mit einem KGV von 14 ist die Aktie ein Schnäppchen. DER AKTIONÄR rät zum Kauf.